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USA und Türkei einigen sich auf Waffenruhe für Nordsyrien

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USA und Türkei einigen sich auf Waffenruhe für Nordsyrien
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Top Kurdish politician Aldar

Xelil said he welcomed a halt to fighting in northern Syria with

Turkey but the group would defend itself if subjected to an

assault, speaking to Al Arabiya after a ceasefire announced by

U.S. Vice President Mike Pence.

Xelil said Turkish President Tayyip Erdogan wants to push in

32 km (20 miles) deep into Syria, which the group has previously

rejected.

SDF COMMANDER MAZLOUM KOBANI: WE ACCEPT THE AGREEMENT WITH TURKEY AND WILL DO WHAT'S NEEDED TO MAKE IT SUCCEED -RONAHI TV

Speaking after four hours of meetings between delegations

from both sides, Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said

Ankara had gotten what it wanted.

"We will pause Operation Peace Spring for PKK/YPG to leave

the safe zone. This is not a ceasefire - ceasefires can only

happen between two legitimate sides," he told a news conference.

"When the terrorist elements completely leave the safe zone,

we can stop the operation," Cavusoglu said.

Ankara considers the YPG a terrorist organisation with links

to Kurdistan Workers Party (PKK) militants in Turkey. YPG was a

main U.S. ally in the fight against Islamic State.

Cavusoglu said the two sides had agreed for heavy arms to be

taken from the YPG and for their positions to be destroyed -

fulfilling a long-held request by Ankara.

Contradicting separate remarks in Ankara by U.S. Vice

President Mike Pence, Cavusoglu also said Turkey had given no

guarantees regarding the Syrian border town of Kobani.

He said Turkey would discuss the town of Manbij and other

regions with Russia, which, along with the Syrian government

forces, have deployed in several positions vacated by the United

States.

Die USA und die Türkei haben sich auf eine Waffenruhe in Nordsyrien geeinigt. Die Türkei werde ihren Militäreinsatz gegen die Kurdenmilizen 120 Stunden lang stoppen, sagte US-Vizepräsident Mike Pence in einer Pressekonferenz in Ankara am Donnerstagabend. Ziel sei, dass die Kämpfer der YPG-Miliz abziehen können. Diese Phase habe bereits begonnen. Nach dem vollständigen Abzug der Kurdenmilizen solle die Offensive ganz beendet werden.

Eine hochkarätige US-Delegation unter Führung von Pence sowie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten das Abkommen am Donnerstag in mehrstündigen Verhandlungen erzielt. Präsident Donald Trump twitterte: «Tolle Neuigkeiten aus der Türkei. ... Millionen Leben werden gerettet.»

Die Türkei hatte vor rund einer Woche einen Militäreinsatz gegen die kurdische YPG-Miliz in Nordsyrien begonnen. Die YPG kontrolliert dort ein großes Gebiet. Die Türkei betrachtet sie als Terrororganisation. Für die USA waren die Kurdenkämpfer dagegen lange Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der türkische Einsatz war international auf scharfe Kritik gestoßen, teilweise aber erst durch einen US-Truppenabzug aus dem Grenzgebiet ermöglicht worden.

Bei einer dauerhaften Waffenruhe in Nordsyrien wollen die USA ihre Sanktionen gegen die Türkei wieder aufheben, sagte US-Vizepräsident Pence und betonte, vorerst würden keine weiteren Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt.

Die USA hatten zu Wochenanfang wegen der Offensive Sanktionen gegen türkische Minister und Ministerien verhängt sowie die Anhebung von Strafzöllen auf Stahlimporte aus der Türkei und den Abbruch von Gesprächen über ein Handelsabkommen angekündigt. Zunächst hatten die Sanktionen aber keine Wirkung gezeigt.

Die Einigung kam überraschend. Erdogan hatte noch kurz vor dem Besuch aus den USA betont, dass eine Waffenruhe nicht infrage komme, solange das Ziel nicht erreicht sei: Die Türkei will entlang der syrisch-türkischen Grenze eine sogenannte Sicherheitszone einrichten und alle Kurdenmilizen daraus vertreiben.