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Ski Heil bei 15 Grad plus

Keine Spur von Winter, und doch gleiten seit über einer Woche Wintersportler die Pisten hinunter – auf einer Kunstschneepiste in den Kitzbühler Alpen.

Etwa 700 Meter lang und 10 bis 20 Meter breit, hebt sich der weiße Streifen deutlich vom Rest der grünen Landschaft ab, lokalen Umweltverbände und Politikern verstehen die Welt nicht mehr.

Der Tiroler Grünen-Landtagsabgeordnete Georg Kaltschmid nennt die Piste den Versuch, ein "Disneyland in den Tiroler Alpen" und eine unnötige Verschwendung von Energie und Wasser zu schaffen.

"Mitte Dezember, wenn dann die Pisten zum Saisonstart präpariert sind, weil es dort keinen natürlichen Schnee gibt, da kann man nichts sagen. Wir befinden uns aber in einer Region, in der wegen des Klimawandels der Saisonstart und der natürliche Schnee wahrscheinlich immer später kommen werden. Und da haben wir etwas mehr Verständnis. Aber im Oktober ein Disneyland in den Tiroler Alpen aufzumachen, da fehlt uns jegliches Verständnis."

Der Präsident der Bergbahn AG Kitzbühel, Josef Burger, verteidigt den Start im Oktober, der am Hang verwendete Kunstschnee sei recycelt.

"Überall wird recycelt, und wir recyceln den Schnee. Anstatt ihn schmelzen zu lassen und dann wieder aufwendig produzieren zu müssen, konservieren wir den Schnee. Wir verschwenden nicht den Schnee, wir benutzen den Schnee. Wir bieten eine frühzeitige Möglichkeit zum Skifahren auf einer ökologisch sauberen Grundlage, die kostengünstig ist im Vergleich zu anderen Gletscherskigebieten."

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