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Erdogan droht erneut mit Grenzöffnung

Erdogan droht erneut mit Grenzöffnung
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Samstag bei einer Verantaltung in Istanbul seine Drohungen in Richtung Europa erneuert.

Die Türkei werde Millionen Flüchtlingen im Land die Türen öffnen, sollte sie für ihre Pläne einer Pufferzone in Nordsyrien und die Ansiedlung von Flüchtlingen dort keine Hilfe bekommen.

"Wenn die Projekte, die wir entwickelt haben, um in einer ersten Phase ein bis zwei Millionen der Syrer in unserem Land zurückzuschicken, nicht unterstützt werden, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Grenzen zu öffnen. Dann öffnen wir die Grenzen und sie sollen nach Europa laufen". Erdogan kündigte außerdem erneut an, dass die Türkei ihre Militäroffensive wieder aufnehmen werde, sollte der Abzug der Kurdenmilizen aus den mit Russland vereinbarten Gebieten nicht umgesetzt sein.

"Staatliches Banditentum"

Die Türkei und Russland hatten sich am Dienstag darauf verständigt, nordsyrische Grenzgebiete zur Türkei gemeinsam zu kontrollieren. Eine mit Russland vereinbarte 150-stündige Feuerpause zum Abzug der YPG-Kämpfer soll am kommenden Dienstagabend Ortszeit auslaufen.

Unterdessen gab die die US-Regierung bekannt, sie werde zusätzliche Truppen in den Osten Syriens entsenden, um die dortigen Ölfelder gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu sichern.

Eine Entscheidung, die in Moskau für großen Unmut sorgt. Das russische Verteidigungsministerium warf den US-Truppen massiven Diebstahl großer Ölmengen aus Syrien vor. Das Öl werde gefördert, abgefüllt und außer Landes gebracht. Ministersprecher Konaschenko warf den USA "staatliches Banditentum" vor. Die Ölquellen würden mit Waffengewalt besetzt. Es sei weder mit US-Recht noch mit internationalen Standards vereinbar, dem syrischen Volk seine Bodenschätze vorzuenthalten.

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