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Trump: Türkei kündigt dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien an

Trump: Türkei kündigt dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien an
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REUTERS/Tom Brenner
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Die Türkei will ihren Militäreinsatz in Nordsyrien offenbar beenden, die USA wollen im Gegenzug die Sanktionen gegenüber der Türkei aufheben. Das sagte US-Präsident Donald Trump jetzt. Zuvor hatten sich die Türkei und Russland auf eine Verlängerung der Waffenruhe an der türkisch-syrischen Grenze geeinigt. Die Waffenruhe könnte nun permanent werden.

Trump: "Die türkische Regierung hat meine Regierung darüber informiert, dass die Kämpfe und die Offensive in Syrien beendet werden und die Waffenruhe dauerhaft wird. Ich habe daher unseren Finanzminister angewiesen, alle Sanktionen aufzuheben, die wir am 14. Oktober als Reaktion auf die türkische Offensive gegen Kurden in der nordöstlichen Grenzregion Syriens erlassen hatten. Die Sanktionen werden aufgehoben, es sei denn, es passiert etwas, womit wir nicht glücklich sind. Dieses Ergebnis wurde von uns geschaffen. Von den USA und niemandem sonst, keinem anderen Land."

Unterdessen hat die russische Militärpolizei damit begonnen, in einigen Regionen Syriens nahe der türkischen Grenze zu patrouillieren. Aus Moskau hieß es, man hoffe, die Kurdenkämpfer würden sich freiwillig aus der Gegend zurückziehen. Gegenüber Euronews zeigte sich die ständige Vertreterin der USA bei der NATO in Brüssel, Kay Bailey Hutchison, skeptisch zu Russlands Rolle in Syrien.

"Wir hoffen das Beste, aber wir sind bisher nicht sicher, ob Russland eine stabilisierende Macht sein wird oder ob sie keine positive Rolle spielen werden. In Syrien haben sie das nicht getan, sie haben Assad unterstützt, der sein eigenes Volk ermordet hat, das ist keine gute Bilanz. Werden sie jetzt, wo sie eine wichtigere Position einnehmen, ihre Marschrichtung ändern?"

In der mehrheitlich kurdischen Stadt Qamishli im Nordosten Syriens gingen jetzt zahlreiche Kurden auf die Straßen. Sie protestierten gegen das türkisch-russische Abkommen und den damit verbundenen Abzug der Syrischen Demokratischen Kräfte aus der Region. Deren Kommandeur Maslum Abdi soll sich laut Trump dagegen bei den USA für ihr Engagement bedankt haben.

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