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US-Kongress erkennt Genozid an Armeniern an - Türkei empört

US-Kongress erkennt Genozid an Armeniern an - Türkei empört
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Ähnliche Entscheidungen in Deutschland und Frankreich hatten zu heftigen Spannungen mit der Türkei geführt - und auch jetzt reagierte Ankara sofort verärgert auf die Entscheidung des US-Repräsentantenhauses, die Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich als "Genozid" anzuerkennen.

Auf Twitter zeigte sich auch der türkische Außenminister empört über das Votum des US-Kongresses. Er sprach von einer "blamablen Entscheidung", die für die Regierung und die Menschen keinerlei Bedeutung habe.

Die Türkei bestreitet zwar nicht den Tod von 300 000 bis 500 000 Armeniern, weist aber die Einstufung als Völkermord strikt zurück. Während des Ersten Weltkrieges wurden Armenier systematisch verfolgt und auch auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt. Historiker sprechen von bis zu 1,5 Millionen Opfern.

Die Sprecherin des US-Kongresses, Nancy Pelosi, begrüßte das Votum des Repräsentantenhauses: "Heute hat eine überwältigend überparteiliche Mehrheit dafür gesorgt, dass die Wahrheit für immer in das Kongressprotokoll aufgenommen wird", twitterte sie. Zu oft sei die tragische Realität des Völkermords an den Armeniern geleugnet worden.

Das türkische Außenministerium erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge, die Resolution sei offenbar "für den inländischen Konsum verfasst und herausgegeben" worden und habe keine "historische oder rechtliche Grundlage". Sie sei rechtlich nicht bindend und ein "bedeutungsloser politischer Schritt". Sie richte sich nur an die armenische Lobby und anti-türkische Gruppen.

Unterdessen hat das türkische Außenministerium den US-Botschafter in Ankara einberufen.

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