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"Seit 3 Jahren bereit": Zoff um geschassten Quarterback Kaepernick

"Seit 3 Jahren bereit": Zoff um geschassten Quarterback Kaepernick
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REUTERS/Elijah Nouvelage
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Vor drei Jahren hatte der American-Football-Star Colin Kaepernick international Aufsehen erregt, indem er öffentlich Black-Lives-Matter unterstützte. Jetzt geht der Streit zwischen dem 32-jährigen Spieler - der seitdem arbeitslos ist - und der NFL in eine neue Runde.

Während der Nationalhymne vor einem Spiel seiner Mannschaft, der San Francisco 49ers, kniete Kaepernick 2016 - statt zu stehen. Er wollte damit gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und gegen Diskriminierung von Minderheiten in den USA protestieren. Zum Ende der Saison wurde der Quarterback entlassen - und fand seither keinen Club mehr.

2017 hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die National Football League (NFL) solle Spieler feuern, die die Nationalhymne nicht ehren.

Nun sagten Kaepernick und sein Management eine von der NFL kurzfristig anberaumte Trainingseinheit ab und luden interessierte Teams stattdessen zu einem selbst organisierten Test. Die NFL schrieb in einer ersten Stellungnahme, man sei "enttäuscht", Die National Football League hatte zu ihrem Test keine Kameras zulassen wollen.

"Ich bin seit drei Jahren bereit, ich will nur die Wahrheit", sagte der einstige Top-Spieler, der 2013 beim Superbowl dabei war. "Wir warten auf die 32 Besitzer, 32 Teams, (NFL-Commissioner) Roger Goodell soll aufhören wegzulaufen. Weglaufen vor der Wahrheit. Weglaufen vor den Menschen."

Im Februar hatten Kaepernick und die NFL eine außergerichtliche Einigung in ihrem Rechtsstreit akzeptiert, nachdem der Profi die Liga wegen unlauterer Absprache verklagt hatte. Nach Ansicht des Ex-Profis der San Francisco 49ers soll es eine Übereinkunft gegeben haben, damit er seit 2017 keine Anstellung mehr bekommt.

Experten im American-Football meinen, dass Kaepernicks Chancen, einen Platz in einem NFL-Team zu bekommen, schlecht stünden. Andere, die hinter dem Quarterback stehen, sagen, dass er bei dem Test gezeigt habe, dass er weiterhin in Form sei.

Die Solidarität von Sportlern mit BLACK LIVE MATTERS geht weiter. Die Musikstars P!nk, Rihanna und Cardi B wollten zudem beim Superbowl 2019 nicht auftreten, um gegen den Umgang der NFL mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten zu protestieren.

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