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EU-Umwelt-Agentur schlägt Alarm: Klimaziele werden nicht erreicht

EU-Umwelt-Agentur schlägt Alarm: Klimaziele werden nicht erreicht
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Mit ihrer aktuellen Politik wird die EU ihre Klimaziele 2030 niemals erreichen.

Die Europäische Umwelt-Agentur (EEA) könnte sich nicht klarer ausdrücken.

In ihrem am Mittwoch vorgelegten Fünf-Jahres-Bericht schlägt die Behörde lautstark Alarm.

"Viele der Ziele, die wir uns für 2020 gesetzt haben, werden nicht erreicht", so der Direktor Hans Bruyninckx.

"Wir sind nicht auf dem richtigen Weg und müssen uns verbessern. Und wenn wir es mit dem Grünen Umweltpakt von Ursula von der Leyen ernst meinen, dann brauchen wir eine ganz andere Politik."

Aufs Jahr bezogen werden die Treibhausgas-Emissionen 2030 rund 4000 Megatonnen CO2 erreichen.

Mit zusätzlichen Anstrengungen könnte die EU diese Emissionen auf 3500 Megatonnen reduzieren, um 2050 die Klimaneutrailität zu sichern.

Angesetzt werden müssen diese Anstrengungen beim Verkehr.

"Der Verkehrssektor bleibt bei allen Berechnungen ein schwarzes Loch", meint der EEA-Experte François Dejean.

"Hier sind die Emissionen schon fast ein Drittel über denen von 1990."

Im Laufe der letzten vier Jahre sind die Treibhausgas-Emissionen wieder gestiegen.

Neben ihrem Alarm erwähnt die Umwelt-Agentur aber auch den erreichten Fortschritt.

Etwa die Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien seit 2005.

"2017 gab es einen Anstieg von fast 18 Prozent, 2018 lag das Plus sogar noch etwas höher", sagt der EEA-Experte Mihai Tomescu.

Trotz aller Herausforderungen sieht die Umwelt-Agentur Lösungen, denn ein Wandel sei technologisch machbar.

Doch dazu bedürfe es vor allem des politischen Willens.

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