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Georgier-Mord: Neue Erkenntnisse deuten auf weiteren Helfer hin

Georgier-Mord: Neue Erkenntnisse deuten auf weiteren Helfer hin
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Nachdem der russische Staatspräsident Wladimir Putin den deutschen Behörden vorgeworfen hatte, den mutmaßlichen Mörder des im August in Berlin erschossenen Georgiers nicht ausgeliefert zu haben, hat Deutschland nun mitgeteilt, dass ein solches Ersuchen gar nicht bekannt gewesen sei.

Zuvor hatte die Bundesregierung Russland fehlende Kooperation bei der Aufklärung vorgeworfen und deshalb zwei russische Diplomaten ausgewiesen.

Seitens des russischen Botschafters in Deutschland, Sergej Netschajew, hieß es, "mögliche Mängel bei der Kooperation zwischen Deutschland und Russland seien auszuräumen". Netschajew denke, dass die Zusammenarbeit auf allen Schienen prinzipiell gegeben gewesen war und verwies auf die "partnerschaftlichen Kanäle" zwischen Deutschland und Russland.

Neue Hinweise: Täter hatte Mithelfer vor Ort

Inzwischen sind Ermittlungshinweise zur Tat am 23. August bekannt geworden. Laut Generalbundesanwalt hat mindestens ein Helfer vor Ort mitgewirkt.

Der Täter sei frühestens einen Tag vor den tödlichen Schüssen aus Warschau nach Berlin gereist. Innerhalb weniger Stunden sei es unmöglich gewesen, den Wohnort und die Gewohnheiten des Opfers auszuspähen, sowie die Flucht zu planen, so die Generalbundesanwaltschaft.

Unklar sei auch, so heißt es weiter, wer dem Tatverdächtigen, der am 17. August erst von Moskau nach Paris und von dort weiter nach Polen geflogen war, die Tatwaffe beschafft hat.

Der 40-jährige Georgier Tornike K., der in der russischen Teilrepublik Tschetschenien für die Separatisten gekämpft haben soll, wurde am 23. August im Kleinen Tiergarten im Berliner Stadtteil Moabit von hinten in Rücken und Kopf geschossen.

Der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf gefasst. Seither sitzt er in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt staatliche Stellen in Russland oder in Tschetschenien, für den Mord verantwortlich zu sein.

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