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Freiwillige retten russische Holzkirchen vor dem Verfall

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Freiwillige retten russische Holzkirchen vor dem Verfall
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Im Nordwesten Russlands finden sich einige der imposantesten Holzkirchen des Landes. Die meisten der jahrhunderte-alten Gottesthäuser sind baufällig und in einem kritischen Zustand. Eine Gruppe Freiwilliger versucht, mit Notreparaturen das Schlimmste zu verhindern. In Zeiten der Sowietunion - als Religionsfreiheit stark eingeschränkt war - wurden die Gebäude als Lagerhäuser oder kulturelle Einrichtungen genutzt.

Der Geistliche Theodosy Kuritsin erklärt: "Irgendwann in den 70-80er Jahren hörten die Sowjets auf, sie (die Gebäude) zu benutzen, sie wurden nicht an die Kirche übertragen und sie gehörten niemandem. Und in diesen 10-15-20 Jahren sind sie verfallen. Gebäude werden bereits in einem heruntergekommenen Zustand an uns übergeben. Hier, bitte nehmt sie! Und was machen wir mit ihnen?

Neues Konservierungsprogramm soll helfen

Die Freiwilligen hoffen, dass der Staat irgendwann Verantwortung für die historischen Gebäude übernimmt und in eine Sanierung investieren wird.

Einer der Freiwilligen ist Alexander Saprykin: "Wenn sich niemand kümmert, um diese kleinen Dinge, die ersten Reparaturen, dann würde das alles verschwinden und dann hat niemand etwas übrig. Deshalb gibt es uns. Wir nennen uns scherzhaft "schwarze Restauratoren", weil wir das machen, was sonst niemand tun will."

Laut offiziellen Zahlen wurden zwischen 2012 und 2018 etwas 5,7 Millionen Euro investiert. Nicht allzu viel für die rund 7500 Holzdenkmäler in der Region. Ein neues Konservierungsprogramm soll Abhilfe schaffen. Bis die neuen Maßnahmen greifen, werden die Hobby-Restaurateure wohl noch einiges zu tun haben.