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110 Jahre Futurismus: Eine Ausstellung zeigt die bedeutendsten Werke

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110 Jahre Futurismus: Eine Ausstellung zeigt die bedeutendsten Werke
Copyright  © Futurismo / Palazzo Blu di Pisa
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Es war der radikale Aufbruch in eine Ära der Moderne. Vor 110 Jahren hat der Schriftsteller Filippo Tommaso Marinetti mit einem veröffentlichten Manifest auf der Titelseite der Pariser Tageszeitung "Le Figaro" den Futurismus begründet. Eine Ausstellung in Pisa widmet sich ausgewählten Werken der Kunstbewegung. Marinetti wurde in Alexandria in eine wohlhabende italienische Familie geboren. Er studierte in Paris und zog später nach Mailand.

"Als er in Mailand ankam, erkannte er, dass ein epochaler Wandel in der Gesellschaft, auch in der italienischen, stattgefunden hatte", so Kuratorin Ada Masoero. "Er beschloss, dass es an der Zeit war, eine ästhetische Revolution in allen Bereichen der Kunst ins Leben zu rufen."

Die Vertreter des Futurismus zeichneten sich durch eine Begeisterung für den Fortschritt und die technologischen Errungenschaften des Menschen aus - darunter Autos, Züge und Flugzeuge. Geschwindigkeit spielte ebenso eine bedeutende Rolle wie Jugend und Gewalt. Die frühen italienischen Futuristen waren Nationalisten durch und durch. Kunst, Musik, Architektur - alles sollte erneuert werden, um die Gesellschaft zu verändern.

Futurismus und Faschismus

"Die Manifeste waren an ein großes Publikum gerichtet, die breite Masse und nicht an eine kleine Gruppe Gleichgesinnter", sagt Cosimo Bracci Torsi, der Präsident der Palazzo-Blu-Stiftung. "Das war eine weitere Besonderheit dieser avangardistischen Bewegung, die eine der wichtigsten des 20. Jahrhunderts war."

Viele italienische Futuristen unterstützten den Faschismus. Marinetti selbst gehörte zu den ersten Mitgliedern der Faschistischen Partei Italiens und war Kulturminister unter Mussolini. Er blieb der Ideologie bis zu seinem Tod 1944 aktiv treu.

Bis zum 9. Februar 2020 läuft die Ausstellung "FUTURISMO" im Palazzo Blu in Pisa.