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Freude über Brexit, Skepsis über zukünftiges Handelsabkommen

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Freude über Brexit, Skepsis über zukünftiges Handelsabkommen
Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved   -   Kirsty Wigglesworth
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Rund eine Woche nach den gewonnenen Parlamentswahlen nutzte Premierminister Boris Johnson seine Mehrheit in der Gesetzeskammer, um die Ratifizierung des Vertrages mit der EU zu verabschieden. Damit wird Großbritannien am 31. Januar 2020 aus der EU austreten. 358 Abgeordnete stimmten mit für, 234 stimmten gegen das Austritts-Abkommen.

Für diese Brexit-Befürworter war die Abstimmung im britischen Parlament kurz vor Weihnachten wie ein vorgezogenes Geschenk. Die Abgeordneten stimmten für das Austrittsabkommen - damit sollte Großbritannien Ende Januar die EU verlassen.

"Es ist der Moment, auf den wir hingearbeitet haben. Es ist der Moment, auf den wir sehr lange warten mussten.
Es ist ein Sieg für das Volk und die Demokratie. Ich bin absolut begeistert, dass wir nun den Austritt hinbekommen."
Patricia Sharman
Künstlerin und Brexit-Befürworterin

Skepsis über neues Abkommen

Nach dem voraussichtlichen Austritt Ende Januar bleiben Großbritannien elf Monate, um die Weichen für die Zeit nach der Übergangsphase zu stellen. Im Lager der Brexit-Gegner herrschen Zweifel, ob ein Abkommen mit der EU zustandekommt. Denn in der Vergangenheit waren solche Verhandlungen langwierig.

Länder wie Kanada oder Amerika haben 14 bis 15 Jahre gebraucht, um mit der Europäischen Union ein Handelsabkommen abzuschließen. Boris Johnson will innerhalb von 11 Monaten ein solches Abkommen erreichen. Und wenn er das nicht schafft, dann hätten wir einen harten Brexit. Der, denke ich, wäre katastrophal.
Scott Magee
Schottischer Student

Boris Johnson hat bei dem klaren Votum im Parlament erneut deutlich gemacht, dass er nach dem Austritt aus der EU ein Freihandelsabkommen abschließen möchte. Viele Sektoren sind mit dem europäischen Kontinent eng verzahnt. Neue Regeln im Bereich der Kooperation auf dem Agrarmarkt, in der Rüstungsindustrie, in der Sicherheitskooperation, beim Datenverkehr oder auch bei Fangquoten sind zwingend erforderlich.

Die EU fordert faire Bedingungen

Und nicht nur der neue EU-Ratspräsident Charles Michel fordert faire Verhandlungen für ein neues Abkommen zwischen beiden Parteien. Dass sich beide Seiten dann großartig beschenken, ist eher unvorstellbar.

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