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100 Jahre Fellini: Das süße Leben in Rimini

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100 Jahre Fellini: Das süße Leben in Rimini
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Er ist einer ihrer berühmtesten Söhne, den die italienische Stadt Rimini im kommenden Jahr feiert: der Filmemacher Federico Fellini.

Der erblickte dort vor 100 Jahren das Licht der Welt.

100 Jahre Fellini

Ein willkommener Anlass, um mit Sonderausstellungen und Stadtführungen an das bewegte Leben des schillernden Regisseurs zu erinnern. Ein roter Teppich darf natürlich nicht fehlen.

Riminis B¨ürgermeister Andrea Gnassi erklärt, "Fellini drückte sich in Bildern aus. Wenn man das Ganze von oben sieht, führt der Teppich zum Theater, das von Architekt Poletti stammt und von Verdi im 19. Jahrhundert eingeweiht wurde. Dort kreuzt er das Theater, führt über die Bühne bis zu einer Tür, die den Blick auf die Renaissance-Burg Malatestiano freigibt."

Geliebtes, verhasstes Rimini

Fellini lebte in Rimini, bis er volljährig wurde. Erst in Rom machte er seine ersten Schritte als Filmemacher. Dennoch nennt sich Rimini ganz ungeniert die Stadt der "Dolce Vita" - in Anspielung an "Das süße Leben", eines seiner Meisterwerke, das aber in Rom spielt.

Rimini, das symbolisierte für Fellini Kindheit, Provinz, das Erstarken des Faschismus, eine kleinbürgerliche Gesellschaft. Ein Italien, das er hasste, auf das er aber mit großer Zärtlichkeit blickte. Ein Land der Clowns, voller kindlicher und unreifer Männer.

Das Fulgor Kino, ein Juwel des Jugendstils, wurde eigens restauriert. Hier sah Federico seine ersten Filme.

Gnassi: "Wir haben ein internationales Museum geschaffen. Es baut auf drei Säulen auf: der Burg Malatestiano, dem Fulgor Kino und dem Platz, der Kino und Burg verbindet - er wird zu einem Filmset, wie in "Amarcord" oder "Achteinhalb"."

Nur ist es leider nicht Fellini, der bei diesem Touristenspektakel Regie führt.