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Dank EU-Coronahilfen: Traumfabrik Cinecittà soll wieder auferstehen

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Elizabeth Taylor 1962 bei Dreharbeiten zu "Cleopatra"
Elizabeth Taylor 1962 bei Dreharbeiten zu "Cleopatra"   -   Copyright  AP Photo, File
Von Euronews  mit AFP/DPA

Die berühmten italienischen Filmstudios Cinecittà am Stadtrand von Rom träumen von neuem Glanz. Fellinis "La Dolce Vita" wurde hier gedreht, ebenso Blockbuster wie "Ben Hur", "Cleopatra " oder "Quo Vadis", insgesamt mehr als 3000 Filme, viele mit Oscars ausgezeichnet.

Doch das "Hollywood am Tiber" ist in die Jahre gekommen und braucht dringend eine Verjüngungskur. erklärt der Direktor der Cinecittà Studios, Nicola Maccanico. Die nötige Substanz sei ja zum Teil vorhanden. "Die größten Studios bieten gigantische Drehmöglichkeiten, zum Beispiel unser Teatro 5, in dem Fellini drehte, mit seinen 3500 Quadratmetern. Das ist die richtige Größe. Wir brauchen mehr Studios in dieser Größenordnung."

260 Millionen Euro Fördergeld aus dem Corona-Konjunkturpaket der EU

Um künftig anspruchsvolle und aufwendige Film- und Fernsehproduktionen beherbergen zu können, sollen die Filmstudios, die seit 2017 unter öffentlicher Kontrolle stehen, neu durchstarten.

Mit 260 Millionen Euro Fördergeld aus dem Corona-Konjunkturpaket der EU. So soll Cinecittà erneut zu einem "bedeutenden europäischen Filmzentrum" werden und neue ditigatale Akteure im Filmgeschäft mit besonderen Ansprüchen - beispielsweise Netflix - anlocken.

Nicola Maccanico sagt: "Der Standort wird über modernste technologische Mittel verfügen. Denn Studios sind nicht mehr nur Orte, an denen - dank kunstvoll gestalteter Kulissen - grandiose Szenen in Innenräumen gedreht werden. Mit Virtual Reality sind auch Außenszenen möglich, somit kann hier ein Film in seiner Gesamtheit entstehen."

Geplant ist, die existierende Drehfläche, die sich aktuell über etwa 40 Hektar erstreckt zu verdoppeln durch den Bau von fünf neuen Studios und die Renovierung und Erweiterung der bereits existierenden.