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Tötung Soleimanis: Geteilte Reaktion auf US-Militärschlag

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Tötung Soleimanis: Geteilte Reaktion auf US-Militärschlag
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In den USA verläuft die Reaktion auf die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani entlang der Parteilinien: Während die Demokraten den Angriff als verantwortlungslos kritisierten, verteidigten viele Republikaner die Entscheidung des Präsidenten.

Laut Ex-Vizepräsident Biden steckte Trump "eine Stange Dynamit in ein Pulverfass"

Donald Trump schrieb auf Twitter, Soleimani sei direkt und indirekt für den Tod Tausender AmerikanerInnen und Millionen weiterer Menschen verantwortlich, darunter auch RegierungsgegnerInnen im Iran. Er sei im eigenen Land gefürchtet gewesen.

In Israel herrscht aus Angst vor Vergeltungsschlägen höchste Alarmbereitschaft. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte die Entscheidung des Verbündeten trotzdem: "Ghassem Soleimani ist für den Tod von US-Bürgern und vielen anderen Unschuldigen verantwortlich. Er plante weitere Anschläge. Präsident Trump verdient Anerkennung dafür, dass er schnell, kraftvoll und entschieden handelte."

Hisbollah sagt Ende der "amerikanischen und israelischen Arroganz" voraus

Die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz nannte die Tötung Soleimanis "komplett idiotisch". Die Tat leite das Ende der amerikanischen und israelischen Arroganz in der Region ein.

Gemäßigtere Kritik kam aus Frankreich. "Wir sind in einer gefährlicheren Welt aufgewacht", so eine Staatssekretärin des Außenministeriums. "Eine militärische Eskalation ist immer und überall gefährlich. Deswegen setzt sich weiterhin Frankreich für Stabilität ein."

Erhöhte Sicherheit für Bundeswehr im Irak

Die deutsche Regierung vermied direkte Kritik. "Das amerikanische Vorgehen ist eine Reaktion auf eine ganze Reihe von militärischen Provokationen, für die der Iran Verantwortung trägt", so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. "Wir sind an einem gefährlichen Eskalationspunkt und es kommt jetzt darauf an, mit Besonnenheit und Zurückhaltung zu einer Deeskalation beizutragen."

Unterdessen wurden die Sicherheitsmaßnahmen für die Angehörigen der Anti-IS-Koalition im Irak erhöht. Die etwa 30 Bundeswehrsoldaten in Tadschi und Bagdad sollen zunächst an den Stützpunkten verbleiben.