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Zwei Millionen fordern Rache für Soleimani

Zwei Millionen fordern Rache für Soleimani
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AP Photo/Ebrahim Noroozi
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Es war ein Meer von Trauernden: Millionen Iraner haben nach Medienangaben in der Hauptstadt Teheran an der Trauerzeremonie für den bei einem US-Raketenangriff in Bagdad getöteten iranischen General Ghassem Soleimani teilgenommen. Es gilt als das zweitgrößte Begräbnis in der Geschichte der Islamischen Republik seit dem Tod von Ayatollah Khomeini im Jahr 1989.

Ältere und junge Menschen, hochrangige Politiker, darunter der iranische Oberste Führer Ayatollah Khamenei, kamen zur Zeremonie für den Befehlshaber der Quds-Einheit der Revolutionsgarde.

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Ein Teilnehmer:

„Als Iraner, der seine Sicherheit Patrioten und tapferen Leuten wie General Soleimani schuldet, bin ich aufgewühlt, weil ich ihn verloren habe.“

Viele Menschen brachten ihren Zorn und ihre Wut zum Ausdruck über den US-Drohnen-Angriff auf Soleimani und forderten die Führung des Landes auf, sich zu rächen. Sie skandierten „Bleibt nur ein Wort zu sagen, Rache, Rache“. Viele lehnten für die Zukunft Verhandlungen ab, oder jede Art von Abkommen mit den Vereinigten Staaten.

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Eine Teilnehmerin:

„Ich möchte, dass die Behörden Blut mit Blut vergelten und sich für das rächen, was die Amerikaner getan haben.“

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Ein Teilnehmer:

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„Ohne Abkommen, Verhandlung oder Kompromiss sollten das Regime und die Menschen, die es unterstützen, die USA und Israel hart bestrafen.“

Seit der Ermordung von General Soleimani am Freitag haben iranische Regierungsstellen unisono auf Rache bestanden. Der Terrorakt der Amerikaner, so der allgemeine Tenor, werde nicht unbeantwortet bleiben.

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General Ahmad Vahidi - Ehemaliger Befehlshaber der Quds-Einheit:

„Um den unermesslichen Verlust unseres großen Märtyrers General Soleimani auszugleichen, müssen sie den Preis zahlen.“

Zeitpunkt und Form der Reaktion der iranischen Führung sind weiterhin unklar - abgesehen von der Forderung nach einem Verschwinden Amerikas aus der Region sind nur wenige Details bekannt.

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General Amir Ali Hajizadeh, Luft- und Raumfahrttruppe der Islamischen Revolutionsgarde:

„Wir wollen der Präsenz der Amerikaner in der Region ein Ende setzen.“

ATOMABKOMMEN

Während der Trauerfeierlichkeiten für Ghassem Soleimani kündigte der Iran einen weiteren Rückzug vom Atomabkommen von 2015 an, was manche als Reaktion auf dessen Tod bewerten. Die iranische Führung vertritt jedoch einen anderen Standpunkt.

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Mahmoud Sadeghi, Parlamentsabgeordneter:

Der Iran hat diesen Schritt innerhalb des Abkommens getan, was bedeutet, dass wir im Rahmen dieses Abkommens unsere Verpflichtungen reduzieren können, wenn andere Parteien ihre Verpflichtungen nicht einhalten.

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Nach der Trauerfeier in Teheran werden Soleimanis sterbliche Überreste in den Wallfahrtsort Ghom gebracht, bevor sie am Dienstag in seiner Heimatstadt Kerman beigesetzt werden.

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Hamidreza Homayounifa,Euronews:

„Mehr als 2 Millionen Menschen haben sich hier in Teheran versammelt, um sich von Ghassem Soleimani, dem ermordeten Befehlshaber der Quds-Einheit, zu verabschieden. Sie fordern die iranische Führung einstimmig auf, sich für seinem Tod zu rächen, wie sie es versprochen hat. Soll heißen, dass die Region auch in Zukunft mit solchen Zwischenfällen rechnen muss."

su mit dpa

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