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Flugzeugabsturz mit 176 Toten: Iran gesteht Schuld ein

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Flugzeugabsturz mit 176 Toten: Iran gesteht Schuld ein
Copyright  Ebrahim Noroozi
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Nach dem Absturz der ukrainischen Passagiermaschine mit 176 Todesopfern nahe Teheran hat der Iran nun doch zugegeben, dafür verantwortlich zu sein. Das Militär habe die Maschine am Mittwoch "unbeabsichtigt" abgeschossen, hieß es in einer Presseerklärung. Es handele sich um "menschliches Versagen".

Zuvor hatte der Iran vehement alle Vorwürfe zurückgewiesen, etwas mit dem Absturz zu tun zu haben. Die Verantwortlichen sprachen von einem technischen Defekt als Unglücksursache.

Juristische Konsequenzen

Nach Angaben der Streitkräfte gab es am Unglückstag mehrere US-Drohungen, iranische Ziele anzugreifen. Nachdem sich dann die ukrainische Maschine einer "strategisch wichtigen Militäranlage" genähert habe, sei dies "versehentlich" als eine Bedrohung eingestuft und abgeschossen worden.

Außerdem wurde mitgeteilt, dass die für den Abschuss verantwortliche Person vor ein Militärgericht gestellt werden. Auch der iranische Präsident Hassan Rohani kündigte auf Twitter eine strafrechtliche Verfolgung sowie eine eingehende Prüfung an. Außerdem sprach er den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Treffen von Merkel und Putin

Kurz vor dem Crash hatte der Iran Raketen auf zwei Militärbasen im Irak abgefeuert, an denen US-Soldaten stationiert sind. Dabei handelte es sich um einen Vergeltungsschlag für den tödlichen Luftangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani in Bagdad.

Über den Iran-Konflikt werden am Samstag auch Kanzlerin Angela Merkel und der russische Präsidenten Wladimir Putin bei ihrem Treffen in Moskau beraten.

Unter Opfern, die beim Absturz der Maschine ums Leben kamen, waren unter anderem 57 Kanadier. Das Flugzeug war von Teheran auf dem Weg nach Kiew.