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Libyen-Konferenz: Waffenembargo respektieren und stärker kontrollieren

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Libyen-Konferenz: Waffenembargo respektieren und stärker kontrollieren
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Die Teilnehmer der Libyen-Konferenz in Berlin haben sich einhellig für eine politische Lösung des Konflikts in dem nordafrikanischen Land ausgesprochen. Gastgeberin Angela Merkel sagte, es sei festzustellen gewesen, dass alle einig seien, das Waffenembargo respektieren und stärker kontrollieren zu wollen.

„Wir haben dann die Zusage aller Teilnehmer bekommen, dass Sie keine weiteren Unterstützungsleistungen für die libyschen sozusagen kontroversen Parteien geben werden, und auch die Operationen einstellen, solange die Waffenruhe hält“, sagte die deutsche Kanzlerin.

Ergebnisse der Berliner Libyen-Konferenz

Hoffnung für die Menschen: Bei der Berliner Libyen-Konferenz ist ein umfassender Plan vereinbart worden, wie es im Friedensprozess für das nordafrikanische Land weitergeht. Alle Teilnehmer sind sich einig, das Waffenembargo zu respektieren und stärker zu kontrollieren. Mit konkreten Schritten soll aus der Waffenruhe ein dauerhafter Waffenstillstand werden.

Publiée par Bundesregierung sur Dimanche 19 janvier 2020

An der Konferenz nahmen auch der libysche Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch und General Chalifa Haftar teil, zu seinem Gespräch der beiden Gegenspieler kam es aber nicht. al-Sarradsch und Haftar seien auf Veranlassung Moskaus nach Berlin eingeladen worden, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Um die Möglichkeit einer dauerhaften Waffenruhe zu erkunden, sollen sich laut Lawrow jeweils fünf Vertreter der beiden Konfliktparteien in einem Militärausschuss austauschen.

Die in Berlin getroffenen Regelungen sollen laut Merkel eine offizielle Bestätigung durch die Vereinten Nationen erhalten und damit verpflichtend werden. Sie betonte, die Konferenz sei nur ein erster Schritt in einem längeren Prozess gewesen. Die deutsche Kanzlerin sprach von einem neuen politischen Anlauf und einen neuen Impuls für Frieden in Libyen.