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Deutsches Gesundheitsministerium: Fiebermessen "unverhältnismäßig"

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Deutsches Gesundheitsministerium: Fiebermessen "unverhältnismäßig"
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Weltweit wächst die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auf Kontinente außerhalb Asiens.

Nachdem die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Stadt Wuhan neue Todesfälle gemeldet hat, ist deren Gesamtzahl auf mindestens neun gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in China liegt bei über 400. Nachweise gibt es ferner in Taiwan, Thailand, Japan und Südkorea. All diese Patienten hatten sich in Wuhan aufgehalten.

Am Flughafen Rom-Fiumicino äußerte sich ein chinesischer Urlauber vor dem Rückflug in die Heimat: "Wir reisen zurück nach China, aber nicht nach Wuhan. Wuhan ist jetzt...ich bin mir nicht sicher, aber sicherlich sollten wir nicht nach Wuhan City zurückkehren, wenn es dort nichts Dringendes zu erledigen gibt."

Fiebermessen an Flughäfen auf mehreren Kontinenten

Viele asiatische Länder, aber auch Flughäfen in den USA und Australien haben Fieberkontrollen für Einreisende eingeführt.

Hunderte Millionen Chinesen nehmen zur Zeit Urlaub wegen des chinesischen Neujahrsfestes und sind auch interkontinental unterwegs.

Dr. Josie Golding ist Chef-Epidemiologin bei der Londoner Stiftung Wellcome Trust: _"Wir wissen, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Aber wir kennen nicht das ganze Ausmaß. Das versuchen wir jetzt herauszufinden. In den kommenden Tagen und Wochen werden viele Menschen Reisen unternehmen und dafür müssen wir die Staaten sensibilisieren und vorbereite_n."

WHO beruft Notfallausschuss ein

Am Flughafen der elf-Millionen-Einwohner-Metropole Wuhan wurden bereits Exit Screenings, also Fieberkontrollen bei der Ausreise eingeführt. An deutschen Flughäfen gibt es bislang keine entsprechenden Maßnahmen. Das deutsche Gesundheitsministerium schätzt die Gefahr für Deutschland bisher als gering ein.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wegen der Ausbreitung der Krankheit ihren Notfallausschuss für diesen Mittwoch einberufen.