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Hallstatt: Reger Andrang, aber mit Mundschutz

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Hallstatt: Reger Andrang, aber mit Mundschutz
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Alles scheint wie immer im österreichischen Touristen-Hotspot Hallstatt. Pro Jahr kommt rund eine Million Besucher aus aller Welt. Eine Vielzahl stammt aus Asien, viele auch aus China.

An manchen Tagen drängen sich fast 10.000 Besucher durch die engen Gassen des Weltkulturerbes. Derzeit ist es winterbedingt etwas leerer- aber von einem Einbruch der Besucherzahlen wegen des Coronavirus ist noch nichts zu spüren. Mal abgesehen davon, dass Reisegruppen jetzt Mundschutz tragen.

Auf die Frage warum, sagt eine Besucherin, man wolle sich vor dem Virus aus China schützen, der sich in der ganzen Welt ausbreitet.

Andere scheinen noch ahnungslos oder tun zumindest so. Ein junger Mann mit Schal vor dem Mund sagt, er komme aus Taiwan, und des sei sehr kalt hier. Also nicht wegen des Virus? "Nein, wegen der Kälte!"

Erste Stornierungen gab es allerdings schon wegen des in China verhängten Reiseverbots. Das gilt aber für Gruppen, die vor allem als Tagesbesucher nach Hallstatt kommen. Die Hotels sind derzeit gut belegt. Auch Touristen aus anderen Ländern lassen sich nicht von einer potenziellen Virusgefahr abschrecken.

"Wir sind doch nicht paranoid"

Ein älteres Ehepaar sagt, es hätte keinerlei Bedenken gehabt herzukommen. Natürlich wisse man, dass viele Chinesen gerne nach Hallstatt reisten. Es sei schön, sie zu sehen. Und: "Wir sind doch nicht paranoid."

Eine junge Frau versteht die ganze Aufregung nicht: "Warum man wegen des Virus seinen Urlaub streichen? Das ist kein Thema!"

Alles unter Kontrolle, also, kein Grund zur Panik? Im örtlichen Krankenhaus melden sich immer wieder Anwohner mit "verdächtigen" Symptomen. Alle Fälle waren aber bislang negativ. Und Immer wieder tauchen Aufrufe in den sozialen Netzwerken auf, man solle Hallstatt für chinesische Besucher sperren.

Die Tourismusbranche macht sich ernsthaft Sorgen, dass die asiatischen Besucher wegbleiben könnten. Das Verkehrsbüro, Österreichs größter Tourismuskonzern, hat einen Krisenstab zum Thema Cornavirus einberufen, der täglich zusammentrifft.