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Super Bowl 2020: Trump gegen Bloomberg in Werbeclips für 10 Mio $

Super Bowl 2020: Trump gegen Bloomberg in Werbeclips für 10 Mio $
Copyright  Donald J. Trump for President, Inc. via AP
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Nicht nur fast ganz Amerika - auch Millionen Europäer wollten die Nacht auf Montag vor den Fernsehbildschirmen verbringen, um sich den Super Bowl anzuschauen. Dabei treffen im Finale der amerikanischen National Football League die San Francisco 49ers und die Kansas City Chiefs aufeinander. Unter den Spielern von San Franzisko ist der 30 Jahre alte Mark Nzeocha aus Deutschland.

Vor dem Spiel wurde im Hard Rock Stadion der Toten des Helikopterabsturzes gedacht, bei dem NBA-Star Kobe Bryant und seine Tochter Gianna ums Leben kamen.

Zum Super Bowl, dem Höhepunkt der amerikanischen Football-Saison, liefern sich aber auch US-Präsident Donald Trump und der demokratische Präsidentschaftsbewerber Mike Bloomberg ein kostspieliges Werbeduell. Der Republikaner und der frühere New Yorker Bürgermeister wollten sich den Wählern am Sonntag in den Spielpausen mit Werbespots präsentieren, die US-Medienberichten zufolge jeweils zehn Millionen US-Dollar (neun Millionen Euro) gekostet haben.

Schon im Vorfeld wurde Trumps Tweet zum Super Bowl massenhaft geteilt.

«Unter Präsident Trump ist Amerika stärker, sicherer und wohlhabender als je zuvor», heißt es in Trumps Werbespot, in dem sich der Präsident für große Erfolge wie die niedrige Arbeitslosenquote feiern lässt. Er könne in einer zweiten Amtszeit noch mehr für das Land tun, suggeriert die Werbung: «Das Beste kommt noch», heißt es in dem vorab veröffentlichten Videoclip.

Bloombergs Wahlwerbung setzt hingegen auf einen konkreten inhaltlichen Schwerpunkt, den Kampf für strengere Waffengesetze. In dem Clip schildert eine Frau, Calandrian Kemp, dass ihr Football-liebender Sohn George erschossen worden sei. «Menschen sterben. Es ist eine landesweite Krise», sagt Kemp in dem Video. Sie unterstütze Bloomberg, weil dieser sich seit vielen Jahren für strengere Waffengesetze einsetze, erklärt sie. «Er hat Mütter weinen hören und deswegen den Kampf aufgenommen», sagt Kemp.

Die USA haben relativ laxe Waffengesetze. Jedes Jahr sterben jährlich Tausende Menschen infolge von Schusswaffengewalt. Demokraten setzen sich für strengere Waffengesetze ein, Republikaner lehnen das ab. Das Recht, Waffen zu tragen, ist in den USA ein emotionales Thema, mit dem beide Seiten gerne ihre Wähler mobilisieren.

Der Multimilliardär Bloomberg (77) bemüht sich um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, gilt derzeit jedoch nicht als Favorit. Trump (73) will im November wiedergewählt werden.

Dass beim Super Bowl nicht alles wirklich politische korrekt ist, auch darauf verweisen einige auf Twitter.