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Anästhesist in Bergamo: "Noch nie so erschöpft gewesen"

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Anästhesist in Bergamo: "Noch nie so erschöpft gewesen"
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627 Tote innerhalb von 24 Stunden - so lautete am Freitag die verheerende Coronavirus-Bilanz in Italien. Damit stieg die Zahl der Todesopfer insgesamt auf über 4000, mehr als 47.000 Menschen sind infiziert.

Und noch gibt keine Anzeichen auf eine Verlangsamung der Pandemie, so der Zivilschutzchef Angelo Borelli. "Wir wissen nicht, wann wir den Höhepunkt erreichen werden, auf der Grundlage der derzeitigen Einschränkungen entweder in einer Woche oder in zwei, aber wir haben keine wissenschaftlichen Daten dazu. Es gibt nur Trends und Einschätzungen, die sich später als richtig oder falsch erweisen."

Besonders dramatisch ist die Lage in Bergamo. Dort sind Tausende erkrankt, das medizinische Personal am Ende seiner Kräfte. Er habe sich noch derart überfordert gefühlt, sagt der Anästhesist Lorenzo Grazioli. "Auf der Intensivstation sind wir Stress und schwere Entscheidungen gewohnt, Patienten in kritischem Zustand, die ohne Behandlung sterben müssen, und wir können ihnen helfen, Aber jetzt spüren wir, das wir einfach nicht genug sind, dabei sind wir einhundert Anästhesisten hier und geben unser Bestes, aber es reicht nicht aus."

Im Kampf gegen das Virus hat Italiens Regierung erneut die Ausgangssperren verschärft. Menschen dürfen nicht mehr in Parks und andere Grünanlagen gehen. Sport in der Öffentlichkeit soll unterbleiben.

Derweil wir andernorts in Europa immer noch über die Verhängung von Ausgangssperren diskutiert.