Eilmeldung
This content is not available in your region

Spanien verlängert Ausgangssperre bis 11. April

euronews_icons_loading
Spanien verlängert Ausgangssperre bis 11. April
Copyright  Antonio Calanni/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

In vielen Städten Südosteuropas waren Straßen und Plätze am Wochenende leer, die Menschen blieben wegen des Coronavirus zuhause.

Ungarn macht Grenze dicht

Ungarn hat seine Grenzen für Ausländer geschlossen, um den Ausbruch des Erregers im Land einzudämmen. An den Übergängen zu Rumänien bildeten sich kilometerlange Staus.

In Rumänien sind erstmals Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Von Samstag bis Sonntag stieg die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Rumänien um 66 auf 433 Fälle. Am Sonntagabend sollen nächtliche Ausgangssperren und weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Kraft treten.

Spanien verlängert Ausgangssperre

In Spanien kündigte Regierungschef Pedro Sánchez angesichts der sich schnell zuspitzenden Lage vor allem in Madrid eine Verlängerung der Ausgangssperre bis zum 11. April an. Spanien ist sehr stark vom Ausbruch des Virus betroffen – 1.772 Menschen starben bereits an der Lungenkrankheit.

Boris Johnson nimmt Bevölkerung in die Pflicht

In Großbritannien öffnete die britische Supermarktkette Tesco am Sonntag eine Stunde früher – und zwar nur für Mitarbeiter des nationalen Gesundheitssystems (NHS), sowie älteren und gefährdeten Personen.

Derweil kritisierte Premierminister Boris Johnson die britische Bevölkerung, die Anweisungen der Regierung zu ignorieren. Wenn kein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werde, müssten härtere Maßnahmen ergriffen werden. Die Regierung hatte bereits zuvor nicht ausgeschlossen, dass Sperrzonen errichtet werden könnten.

Schweiz: Armee bietet Hilfe an

In der Schweiz hat die Armee angeboten, Reserveeinheiten im Kampf gegen das Coronavirus bereitzustellen. Man könne bis zu 8.000 Soldaten mobilisieren, um die Krankenhäuser zu entlasten, kündigte die Streitmacht an. Es wäre das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass Reservisten einberufen würden. "Die Lage ist ernst, die kommenden Tage werden für das Gesundheitssystem kritisch sein", mahnte der Generaldirektor für Gesundheit des Kantons Genf, Adrien Bron.

In der Schweiz wurden Schulen, Universitäten und Kitas geschlossen, um die Übertragung des Virus einzudämmen. In dem Land sind bisher 7.474 Infektionen mit Sars-Cov-2 nachgewiesen. 98 Todesfälle wurden im Zusammenhang mit dem Ereger registriert.

Feldlazarett in Mülhausen

In der französischen Stadt Mülhausen hat das Militär ein Feldlazarett errichtet. Die behelfsmäßige Einrichtung soll Platz für 30 Patienten bieten.

Die Region um Mülhausen ist innerhalb Frankreichs am schlimmsten vom Ausbruch des Coronavirus betroffen. Insgesamt wurden in Frankreich mehr als 674 Todesfälle bestätigt.