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Jetzt auch in Spanien mehr Coronavirus-Tote als in China

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Jetzt auch in Spanien mehr Coronavirus-Tote als in China
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Spanien ist mittlerweile am zweitschlimmsten von der Ausbreitung des Virus weltweit betroffen. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums sind alleine am heutigen Mittwoch 738 weitere Todesfälle gemeldet worden. Damit steigen die Zahl der Covid-19-Toten auf über 3.400 - mehr als in China. In Spanien erhöhten sich die Infektionen im Vergleich zum Vortag um 20 Prozent auf über 47.000.

Seit dem 15. März gilt auch hier eine Ausgangssperre. Polizeiangaben zufolge gebe es jedoch viele Bürger, die "verantwortungslos" seien und sich nicht daran halten - man habe innerhalb eines Tages 80 Personen festnehmen müssen.

Am Mittwoch soll das Parlament über eine Verlängerung des Alarmzustands um weitere zwei Wochen bis zum 11. April abstimmen.

Italiens Alptraum geht weiter

Italien hat mit 6.820 immer noch die meisten Todesfälle aller Nationen. Nach Angaben des Zivilschutzes starben am Dienstag 743 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Damit wurden Hoffnungen auf eine Abflachung der Coronavirus-Kurve schnell wieder gedämpft. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor.

Insgesamt zählt Italien mehr als 69.000 Corona-Infektionen. Am schlimmsten von der Covid-19-Pandemie betroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei.

Weiterhin gilt im ganzen Land eine Ausgangssperre. Ministerpräsident Giuseppe Conte machte klar, dass es empfindliche Geldstrafen für diejenigen gibt, die sich nicht an die Bestimmungen halten:

Im Falle eines Verstoßes gegen die Auflagen gibt es Geldstrafen, die zwischen 400 und 3.000 Euro liegen.
Giuseppe Conte
Ministerpräsident Italien

Großbritannien sucht Freiwillige

In Großbritannien will die Regierung den Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützen - man suche deshalb nun 250.000 Freiwillige. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Krankenhaus eröffnet werden.

Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 8.100. Im Land gelten seit Beginn der Woche weitreichende Ausgangsbeschränkungen.

82.000 Menschen wurden bislang getestet, weit weniger als beispielsweise in Deutschland. Gesundheitsminister Matt Hancock beteuerte jedoch, die Regierung sei im Begriff, Millionen von Test-Sets zu kaufen.

Bekommt Frankreich verlängerte Ausgangssperre?

In Frankreich kämpft man gegen eine schnelle Ausbreitung der Epidemie. Aus diesem Grund hat der wissenschaftliche Rat der Regierung die Empfehlung ausgesprochen, die Ausgangssperre von 15 Tagen auf mindestens sechs Wochen zu verlängern.

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität haben sich in Frankreich bisher rund 22.600 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, das waren über 2.400 mehr als noch am Vortag. Allein am Dienstag starben rund 240 Menschen an dem Erreger.

Im Anti-Corona-Kampf hatte Frankreich vor eine Woche strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die polizeilich überwacht werden. Bürger, die vor die Türe gehen, müssen einen Passierschein vorweisen können und angeben, wohin sie gehen.