Eilmeldung
This content is not available in your region

IWF: Weltwirtschaft wegen Corona-Krise in Rezession

euronews_icons_loading
IWF: Weltwirtschaft wegen Corona-Krise in Rezession
Copyright  AP Photo/Jens Meyer, File
Schriftgrösse Aa Aa

Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) befindet sich die Weltwirtschaft wegen der Coronavirus-Pandemie in einer Rezession. In vielen Ländern schrumpfe die Wirtschaft bereits - jedoch werde sie im kommenden Jahr wieder wachsen, sagt IWF-Chefin Kristalina Georgiewa:

Wir haben jetzt die Wachstumsperspektiven für 2020 und 2021 neu eingeschätzt. Wir hoffen, dass sich die Situation wieder erholen kann. Das wird aber nur passieren, wenn es uns gelingt, das Virus überall einzudämmen und zu verhindern, dass keine finanziellen Schwierigkeiten auftreten.
Kristalina Georgieva
Geschäftsführende Direktorin des IWF

IWF-Kredite stehen bereit

Mitgliedsstaaten könnten vom IWF mit Krediten in Höhe von bis zu einer Billion US-Dollar (900 Mrd Euro) unterstützt werden, so Georgiewa. Dafür gebe es bereits 81 Anfragen von Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die erwartete Rezession werde mindestens so schlimm sein, wie jene infolge der Finanzkrise 2008 und 2009.

Ausgangsbeschränkungen hemmen Wirtschaftswachstum

Laut OECD-Generalsekretär Angel Gurría würde jeder Monat mit Ausgangsbeschränkungen das jährliche Wirtschaftswachstum um zwei Prozentpunkte drücken. Besonders betroffen sei die Tourismus-Branche. "Die jetzigen hohen Kosten der Pandemie-Bekämpfung sind unvermeidbar, um wesentlich tragischere Folgen und einen noch schlimmeren wirtschaftlichen Schaden in Zukunft abzuwenden", so Gurría. Die Ankündigung des G20-Videogipfels, die Weltwirtschaft zunächst mit insgesamt fünf Billionen US-Dollar zu stützen, sei eine gute Entscheidung.

Im April will der IWF genauere Prognosen zur weltweiten Wirtschaftsentwicklung vorstellen.