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„Wir sind keine Helden“: Arbeiten in Zeiten des Coronavirus

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„Wir sind keine Helden“: Arbeiten in Zeiten des Coronavirus
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In ganz Europa haben Regierungen die Bevölkerung aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Gleichzeitig gibt es aber Menschen, die dafür sorgen, dass zumindest der Notbetrieb klappt. Wie diese Sicherheitsleute, die ihren Dienst in einem Warenhaus der Carrefour-Kette in der Nähe von Marseille in Südfrankreich verrichten. Einige haben die Arbeit niedergelegt, um Druck auf das Unternehmen auszuüben, das weltweit mehr als 10 000 Läden betreibt, deutlich die meisten davon in Frankreich.

„Wir haben keine Maske, keine Schutzmöglichkeit, keine Handschuhe, uns fehlt Desinfektionsmittel, uns fehlt eigentlich alles“, sagt einer der Wachmänner.

Fernfahrer will kein Held sein

Damit in den Geschäften die Regale gefüllt sind, muss die Ware rollen, oft per Lastwagen. Dass jetzt arbeitende Menschen beklatscht werden, kommt einem italienischen Fernfahrer spanisch vor. „Bis vor einem Monat wurden wir noch als die Verbrecher der Landstraße angesehen, jetzt sieht man in uns diejenigen, die die Menschen retten, die Helden. Aber wir sind keine Helden. Wir sind diejenigen, die ganz normal, jeden Tag arbeiten“, meint er.

Proteste in Rumänien und den Vereinigten Staaten

In Rumänien fordern Bedienstete aus Kranken- und Pflegeberufen bessere Schutzmaßnahmen und flächendeckende Coronavirus-Tests. Eine Frau schimpft: „Wir haben weder Schutzmaske noch Kopfbedeckung getragen, wir hatten keinen Schutz für die Füße. Sie haben uns gesagt, dass wir unsere eigene Kopfbedeckung tragen können. Schauen Sie sich den an, er hat sich einen Fußschutz aus einer Plastiktüte gebastelt.“

Im US-Bundesstaat New York traten am Montag Angestellte des Versandhändlers Amazon in einen Streik, nachdem sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Ein Mann, der zu Protesten aufgerufen hatte, wurde von Amazon entlassen.