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IWF erwartet schwerste Rezession seit fast 100 Jahren

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IWF erwartet schwerste Rezession seit fast 100 Jahren
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Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet aufgrund der Coronaviruskrise mit der schwersten globalen Rezession seit fast einhundert Jahren.

Wie der IWF am Dienstag in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunktur erklärte, könnte die weltweite Wirtschaftsleistung 2020 um 3 Prozent zurückgehen, im darauffolgenden Jahr dann aber wieder um 5,8 Prozent wachsen - sollte die Pandemie bis Ende 2020 abgeklungen sein.

Gian Maria Milesi-Ferretti, stellvertretender Direktor der Forschungsabteilung beim IWF sagt, dies sei ein beispielloser Schock. "Wir haben wichtige Wirtschaftssektoren stillgelegt. Bei der Wiedereröffnung kann man zunächst von einer sehr schüchternen Leistung ausgehen, aber dann wird die Wirtschaftstätigkeit allmählich wieder in Schwung kommen."

Auch wenn viele Länder Programme zum Erhalt von Arbeitsplätzen verabschiedet haben, werde die Arbeitslosigkeit weltweit stark ansteigen.

"Deshalb ist es so wichtig, dass die Regierungen drakonische Maßnahmen ergreifen, um Firmen vor dem Bankrott, Arbeitnehmer vor Lohnverlust zu bewahren. Das bedeutet umfangreiche Investition, um die Wirtschaft auf einen Neustart vorzubereiten."

In der Eurozone könnte die Wirtschaftsleistung 2020 sogar um 7,5 Prozent zurückgehen und dann um 4,7 Prozent wachsen.

"Der Grund für dieses starke Gefälle im Vergleich zu anderen Ländern ist ganz einfach, dass die Epidemie in Europa bisher einen viel größeren Tribut gefordert hat als in anderen Teilen der Welt."
Gian Maria Milesi-Ferretti
Stellv. Direktor der Forschungsabteilung beim IWF

Diese Prognosen seien mit "extremer Unsicherheit" behaftet warnt der IWF. Sollte die Pandemie etwa in der zweiten Jahreshälfte nicht zurückgehen, könnte die globale Wirtschaft 2020 Jahr sogar um 6 Prozent einbrechen und im darauffolgenden Jahr noch schrumpfen.