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Staatliche Finanzspritze: Sieben Milliarden für Air France

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Staatliche Finanzspritze: Sieben Milliarden für Air France
Copyright  AP Photo/Armando Franca
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Frankreich darf die durch die Corona-Krise schwer angeschlagene Fluggesellschaft Air France mit Liquiditätshilfen in Höhe von sieben Milliarden Euro unterstützen.

An diesem Montag kam das grüne Licht der EU-Kommission in Brüssel für die staatliche Milliardenhilfe. Diese ist allerdings an strenge Umweltauflagen gebunden:

  • Eine Senkung der CO2-Emissionen bis Ende 2024
  • Die Modernisierung der Flotte
  • Bis 2025 sollen 2 % des Treibstoffverbrauchs aus nachhaltigen Quellen stammen

EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager sagte auf Twitter, dass Kredite und Kreditgarantien Air France mit der Liquidität versorgen würden, die dringend benötigt werde, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie standzuhalten.

Aber wird das reichen, um Air France - und andere Airlines - zu retten?

"Wenn wir schauen, was nach dem 11. September oder der Finanzkrise geschah, lautet die Antwort ziemlich einfach, Preisnachlässe, um die Menschen wieder vom Fliegen zu überzeugen," erklärt Unternehmensberater und Wirtschaftsprofessor Gavin Eccles. "Aber das wird diesmal nicht ausreichen, so lange wegen der sozialen Distanzierung Angst vorherrscht."

Wann ist unter diesen Umständen überhaupt an eine Erholung des Luftverkehrs zu denken?

Gavin Eccles: "18 Monate werden wohl nötig sein, weil wir einen ganzen Sommer verlieren und damit jegliche Einnahmen, die uns durch den Winter bringen. Die Airlines rechnen ab April 2021 mit einer Rückkehr mit 70 bis 80 Prozent des Flugbetriebs und ab Sommer 2022 ähnlich guten Zahlen wie Ende 2019."

Auch die schwer in Mitleidenschaft gezogene deutsche Lufthansa rechnet mit "einem baldigen Abschluss" der Verhandlungen über Staatshilfe in Milliardenhöhe.