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Covid-19: Russland hofft auf "Avifavir"- Moskau lockerer

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Covid-19: Russland hofft auf "Avifavir"- Moskau lockerer
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RusslandsGesundheitsministerium hat die Registrierung des antiviralen Medikaments “Avifavir” für die Behandlung der Coronavirus-Patienten angekündigt. Der Leiter des staatlichen russischen Direktinvestitionsfonds (Russian Direct Investment Fund, RDIF), Kirill Dmitriev, sagte, dass klinische Tests “Avifavir” eine hohe Wirksamkeit gegen COVID-19 bestätigen. Der Fonds hat mit der ChemRar-Gruppe, Moskau, an dem Medikament gearbeitet.

Die Auslieferung der ersten Chargen des Medikaments in russische Krankenhäuser wird am 11. Juni erwartet. “Avifavir” wurde in den späten 1990er Jahren auf der Grundlage eines Medikaments entwickelt, das allgemein als “Favipiravir” aus Japan bekannt ist.

Kirill Dmitriev, russischer Direktinvestitionsfonds:

“Die durchschnittliche Dauer der Krankheit beträgt vier Tage, verglichen mit neun Tagen bei Patienten der Referenzgruppe, die “Favipiravir” nicht genommen haben. 65 Prozent der "Favipiravir”-Patienten wurden am vierten Tag negativ auf das Coronavirus getestet, verglichen mit 30 Prozent in der Referenzgruppe mit Standardtherapie. Also, wir haben gezeigt, dass das Medikament wirksam ist und funktioniert.”

INFEKTIONEN STEIGEN, MOSKAU LOCKERT

Seit mehr als zwei Monaten gab es in Moskau – Europas größter Stadt - strenge Ausgangssperren. Und obwohl die Corona-Zahlen weiter viel stärker als etwa in Deutschland steigen, ließ Russland nun zum ersten Mal größere Lockerungen zu. Nach wochenlanger Schließung öffneten an diesem Montag Einkaufszentren wieder, darunter das Nobel-Kaufhaus GUM in unmittelbarer Nähe des Kreml. Auch Dienstleister nahmen die Arbeit wieder auf. Mehr als 300 000 Menschen kehrten an ihre Arbeitsplätze zurück. Die Moskauer dürfen nach mehr als zwei Monaten nun an einzelnen Tagen wieder spazieren gehen und morgens zwischen 5.00 und 9.00 Uhr draußen Sport treiben. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht. Mund- und Nasenschutz ist nun bei allen Spaziergängen und beim Sport vorgeschrieben und nicht mehr nur bei Fahrten mit der U-Bahn oder dem Bus.

Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten überstieg am Tag der Lockerungen deutlich die Marke von 400.000. Die amtliche Statistik wies am Montag mehr als 9.000 neue Fälle aus.

su mit dpa