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Nach Covid-19: Loire-Schlösser, im Gänsemarsch

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Nach Covid-19: Loire-Schlösser, im Gänsemarsch
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Sich einmal fühlen wie eine französische Adelige aus dem 16. Jahrhundert ? Corona macht’s möglich - an der Loire werden Schlösser eröffnet, wieder eröffnet - wie Schloss Chenonceau, mit Lampenfieber und großer Vorbereitung. Catherine Briçonnet, die erste Bauherrin zu Zeiten der Renaissance, hätte ihre wahre Freude.

Vor allem am neuen Einbahnstraßen-Tourensystem durch ihr Schloss und an der beschaulichen Besucherzahl – normalerweise kommen an einem sonnigen Wochenende zwischen 5.000 und 7.000 Neugierige. Aber die Grenzen sind immer noch geschlossen - vorerst können nur französische Touristen kommen.

Und an denen werden in aller Ruhe die neuen strengen Sicherheitsvorkehrungen getestet.

Caroline Darrasse, Kommunikationschefin Chateau de Chenonceau:

“Die offenen Tage im Juni sind ein Test, um zu schauen – klappt’s, und auch um unsere neue Besichtigungsroute für Touristen auszuprobieren.”

…und die Budget-Aussichten. Die Covid-Schließung hat Löcher von rund einer Million Euro pro Monat an ausgefallenen Einnahmen gerissen – und bis auf Weiteres müssen die Betreiber auf Franzosen setzen, denen die weite Welt auch noch nicht wieder so offensteht wie früher.

Caroline Darrasse:

"Was die Besucherzahl angeht, sollten Sie wissen, dass Chenonceau mit Chambord das internationalste der Loire-Schlösser ist, und international bedeutet, dass Besucher auch von weit her kommen, ich spreche nicht nur über Europa. Wir kommen in Chenonceau normalerweise auf etwa 50% internationale Besucher und 50% Franzosen. Wir zählen wirklich darauf, dass sich die Franzosen Frankreich wieder anschauen wollen."

EINE ART HILFERUF

Das kann man getrost als eine Art Hilferuf verstehen. Hunderte französische Schlossbesitzer stehen nach rund zwei Monaten Kontaktsperre nach eigenen Angaben am Rande der Pleite. Ohne Staatliche Hilfen und ausländische Besucher, warnen sie, könnte die “Nation gezwungen sein, Frankreichs Erbe zu verscherbeln.”

su mit AFP