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Freizeitpark "Puy du Fou": Ritter und Feuerspucker sind bereit

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Freizeitpark "Puy du Fou": Ritter und Feuerspucker sind bereit
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Jedes Jahr kommen mehr als zwei Millionen Besucher in den Park "Puy du Fou" im Westen Frankreichs. Doch seit rund drei Monaten sind die Gassen in dem riesigen mittelalterlichen Jahrmarkt leer - wegen der Covid-19-Pandemie bleiben die Touristen fern.

Der Park drängt auf einen baldigen Neustart. Auf Twitter kündigte man die baldige Wiedereröffnung an.

Das gesamte Personal und all unsere Schauspieler freuen sich auf unsere Besucher. Wir haben hart gearbeitet in der letzten Zeit, wir werden am 11. Juni bereit sein.
Laurent Albert
Generaldirektor, Puy du Fou

Die Behörden in Frankreich haben die Wiedereröffnung der Freizeitparks in den meisten Gegenden für den 2. Juni genehmigt. Beim Puy du Fou hat man den 11. Juni als Termin genannt, damit sich das Personal besser mit den neuen Hygienevorschriften vertraut machen kann.

Wir haben beschlossen, dass überall mehr als ein Meter Abstand eingehalten werden muss und man sich nicht untereinander berühren darf.
Ludivine Combalbert
Perfomerin im Puy du Fou
Euronews
Ludivine Combalbert, PerformerinEuronews

Mitarbeiter des Parks achten darauf, dass in den Shows und in den Fahrgeschäften immer genügend Platz zwischen den Besuchern bleibt.

Am Eingang können Sie sich eine Maske geben lassen. Und dann müssen wir abwarten, wie sich die Regierung zu geschlossenen Veranstaltungen äußert, ob dort alle Zuschauer eine Maske tragen sollen.
Olivier Bériot
Chefkostümbildner, Puy du Fou

Philippe de Villiers hatte den Park Ende der 70er Jahre gegründet. Der konservative Politiker hat darum gekämpft, die Wiedereröffnung der Freizeitstätte voranzutreiben. Der Park habe, so de Villiers, seit dem Lockdown im März täglich eine Million Euro Verlust gemacht.

Auch die örtlichen Hotels und Restaurantbetreiber seien stark davon betroffen.

60 Prozent des Umsatzes machen wir mit Besuchern des Freizeitparks oder anderen Touristen, von Anfang April bis Ende Oktober, wenn der Park schließt.
Patrick Lamande
Direktor, Hotel-Restaurant "Aloé"
Wir freuen uns natürlich, weil wir so den Betrieb aufrechterhalten können. Es ist wie bei einem Eichhörnchen - wir legen uns etwas für den Winter zurecht. Doch gleichzeitig arbeiten viele Leute weiter, wie etwa Studierende. Vergangenes Jahr haben wir sieben, acht Saisonarbeiter eingestellt - in diesem Jahr werden es natürlich weniger sein.
Bruno Frélin
Co-Geschäftsführer, Restaurant "Les Jardins du Lavoir"

In anderen Ländern sind Freizeitparks schon wieder geöffnet, wie etwa der "Europa-Park" in Deutschland oder der "Efteling" in den Niederlanden. Andere, wie "Gardaland" in Italien, rechnen mit einem Neustart in diesem Monat. Der "Portaventura" in Spanien bietet auf seiner Webseite Online-Attraktionen an, bis der Park wieder seine Türen öffnet.