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Minneapolis: Bewegende Trauerfeier für George Floyd

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Minneapolis: Bewegende Trauerfeier für George Floyd
Copyright  Julio Cortez/The Associated Press
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In Minneapolis hat die erste von mehreren Trauerfeiern für den am Montag vergangener Woche getöteten Afroamerikaner George Floyd stattgefunden.

Unter den Gästen in der North Central University waren neben Angehörigen auch Prominente aus der Politik und dem Showgeschäft.

Der Anwalt der Familie Floyd, Benjamin Crump, sagte, der 46-Jährige sei ein Opfer der Pandemie des Rassismus in den USA geworden.

Er forderte in seiner Trauerrede: "Kooperieren Sie nicht mit dem Bösen, protestieren Sie gegen das Böse. Schließen Sie sich den jungen Menschen auf der Straße an, die gegen das Böse, das Unmenschliche, gegen die Folter protestieren, deren Zeuge wir durch das Video wurden."

Auch der baptistische Prediger und Bürgerrechtler Al Sharpton hielt eine leidenschaftliche Rede: "Wir waren klüger als die unterfinanzierten Schulen, in die Sie uns gesteckt haben. Aber sie hatten ihr Knie an unserem Hals. Wir konnten Unternehmen leiten und nicht auf der Straße rumlungern, aber sie hatten ihr Knie auf unserem Nacken. Wir hatten kreative Fähigkeiten, wir konnten tun, was jeder andere tun konnte, aber wir konnten ihr Knie nicht von unserem Hals nehmen."

Fast neun Minuten Schweigen

Zum Abschluss der Zeremonie wurde "Amazing Grace" gespielt. Die Trauergemeinde stand für fast neun Minuten schweigend - so lange, wie der Polizist sein Knie in Floyds Nacken gedrückt hatte.

Anwalt Crump forderte die Menschen in den USA auf, weiter friedlich zu demonstrieren, um Gerechtigkeit für Floyd zu erreichen und sich gegen Polizeigewalt, Diskriminierung und Rassismus auszusprechen.

US-Vizepräsident Mike Pence drückte gegenüber der Familie von George Floyd sein Beileid aus.

Alle vier an der Tat beteiligten Polizisten wurden aus dem Dienst entlassen, festgenommen und angeklagt.

Floyd soll nach weiteren Trauerfeiern in mehreren US-Städten Anfang kommender Woche in Houston, Texas, beigesetzt werden.