Eilmeldung
This content is not available in your region

Macron und der "grüne Big Bang" - Europäische Pressestimmen

euronews_icons_loading
Macron und der "grüne Big Bang" - Europäische Pressestimmen
Copyright  AP Photo
Schriftgrösse Aa Aa

"Fiasko des Mitte-Lagers", ein "Schlag ins Gesicht", "Glanz für die Grünen" oder ein "allgemeiner Big Bang"? So reagiert die europäische Presse auf das Ergebnis der jüngsten Kommunalwahlen in Frankreich. Fazit: Es sieht nicht gut aus für Emmanuel Macron.

"Die rekordverdächtige Stimmenthaltung und das Scheitern von La République en marche sind die beiden großen Lehren aus dieser Wahl", stellt El Pais in Spanien fest.

"El Mundo" warnt, das schlechte Wahlergebnis setzt Macron weiter unter Druck. "Er muss nun handeln, bevor es zu spät ist. Die Präsidentschaftswahl ist für 2022 angesetzt. In diesem Fall scheint eine einfache Regierungsreform, wie sie erwartet wird, nicht genug."

"Die Präsidentschaftspartei hat es drei Jahre nach ihrer Gründung nicht geschafft, sich zu etablieren", meint die britische Tageszeitung The Guardian. "Wie Dominosteine" seien die großen Städte Frankreichs eine nach der anderen ins grüne Lager gekippt, sagt der belgische Le Soir.

Und für die Schweizer Tageszeitung "Le Temps" sind die Grünen dabei, Macrons Trumpfkarte für die nächsten Präsidentschaftswahlen, die politische Erneuerung Frankreichs, zu stehlen".

Die ostfranzösische Tageszeitung "L’Alsace' stellt fest, die Kommunalwahlen hätten die Grünen zum Glänzen gebracht und fragt sich, ob das mit den Konsequenzen der Gesundheitskrise zusammenhänge oder die Franzosen ein wirkliches Bewusstsein für Umweltangelegenheiten entwickelt hätten.

Die F.A.Z. schließlich beleuchtet den größeren Rahmen und stellt fest, dass die Pandemie alte Strukturschwächen in Frankreich brutal offen gelegt habe.