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EU: Athen soll Tod zweier Migranten an Grenze zur Türkei untersuchen

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EU: Athen soll Tod zweier Migranten an Grenze zur Türkei untersuchen
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Nach dem Tod zweier Männer and der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland mehren sich die Forderungen nach einer Untersuchung des Vorfalls. Ein Syrer und ein Pakistani sind, nach Ermittlungen der Nichtregierungsorganisation Forensic Architecture, möglicherweise von griechischen Soldaten erschossen worden, nachdem die Türkei ihre Grenzen nach Europa geöffnet hatte. Die EU-Kommission erklärte, sie sei zwar nicht zuständig für eine derartige Untersuchung, halte sie aber für notwendig.

lva Johannsson, die für Migration zuständige EU-Kommissarin erklärte am Dienstag in Brüssel:

"Zunächst einmal liegt es in der Verantwirtung der griechischen Behörden, die Situation genau zu beobachten und Berichten wie diesem nachzugehen. Ich hoffe, dass man das in Athen Ernst nimmt. Darüberhinaus bin ich bereit zu prüfen, ob wir neue Maßnahmen für eine angemessene Grenzaufsicht benötigen."

Aus Athen verlautete, die Behauptungen seien reine türkische Propaganda. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass griechische Streitkräfte von der Waffe Gebrauch gemacht hätten.

Gegenüber dem Innenauschuss des Europaparlaments erklärte Michalis Chrysochoidis, Minister für Zivilschutz:

"Momentan ist Griechenland fast der einzige noch offene Eingangspunkt nach Europa, nachdem Libyen und Marokko zugemacht haben, der einzige Weg für alle diese unglücklichen Menschen. Aber solche Fälle wie sie sie jetzt erwähnen hat es nicht gegeben. Der Tod eines Menschen, besonders eines jungen Menschen, ist natürlich eine wichtige Angelegenheit, das dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich habe von Heckenschützen reden gehört, aber die griecsche Polizei hat keine Heckenschützen, Waffengewalt ist nie eingesetzt worden, sondern nur von normale Polizeimaßnahmen."

Auch die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen, UNHCR, fordert von Griechenland, die Berichte über ein Zurückstoßen von Migranten an den See- und Landgrenzen des Landes, oder sogar nachdem diese bereits überschritten wurden, zu untersuchen.

Journalist • Andreas Rogal