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Portugal nimmt minderjährige Migranten aus Griechenland auf

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Griechenland hat eine Gruppe unbegleiteter minderjähriger Migranten nach Portugal geschickt. Sie haben Athen in Richtung Lissabon verlassen. Der stellvertretende griechische Minister für Migration Giorgos Koumoutsakos und Helena Paiva, die Botschafterin Portugals begleiten sie zum Flughafen.

"Fünfundzwanzig Kinder beginnen ein neues Leben und ich hoffe, dass es ein besseres Leben sein wird. Die Portugiesen haben beschlossen, 500 unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Dies ist ein starker Akt der Unterstützung für Griechenland".

"Es gibt etwa 5000 unbegleitete minderjährige Migranten in Griechenland. Doch bisher haben nur wenige diesen Flughafen erreicht und ein neues Leben begonnen. Die griechischen Behörden drängen die EU-Mitgliedsstaaten, mehr als nur Worte der Anteilnahme zu zeigen. Sie bitten jedes Land, einige dieser Kinder aufzunehmen".

Während sich einige von Griechenland verabschieden, versuchen andere, ihr Leben in Athen aufzubauen. Haroun aus Afghanistan lebt mit drei anderen Minderjährigen in einer Wohnung. Der 17-Jährige liebt Boxen, geht zur Schule und hat Griechisch gelernt. Haroun hat große Ambitionen.

"Ich will Politiker werden und eines Tages nach Afghanistan zurückkehren. Wir müssen unser Heimatland wieder aufbauen. Der Krieg muss aufhören, wir brauchen Frieden und mehr Arbeitsplätze. Ich will, dass mein Land ein normales Land wird, wie alle anderen Länder auch".

Die private Hilfsorganisation "Metadrasi'' betreut das Wohnprogramm für Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren. Ein Sozialarbeiter besucht sie zweimal wöchentlich. Haroun verwandelt alte Schallplatten in Kunstwerke. Dazu Lora Pappa, Gründerin von "Metadrasi":

"Es gibt viele unbegleitete Kinder. Die meisten von ihnen leben unter miserablen Bedingungen, einige sind obdachlos und einige sind in Haftanstalten. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind nicht ausreichend. 40 % dieser Kinder haben das Recht, mit einem Verwandten in einem Land der EU zusammengeführt zu werden. Die Verfahren müssen beschleunigt werden".