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Nordmazedonien: Sozialdemokraten erklären Sieg

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Nordmazedonien: Sozialdemokraten erklären Sieg
Copyright  Boris Grdanoski/AP
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In Nordmazedonien haben sich die Sozialdemokraten zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. Nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen kamen sie auf gut 36 Prozent.

Der Chef der Sozialdemokraten, Ex-Ministerpräsident Zoran Zaev, trat noch in der Nacht vor seine Anhänger. Er versprach Lohnerhöhungen, Reformen und einen neuen Anlauf für Beitrittsverhandlungen mit der EU:

"Der Wille des Volkes ist bestätigt worden, wir haben gewonnen. Die Bürger sind an die Urnen gekommen und haben für Einheit und Solidarität, für Wirtschaftspatriotismus, für Recht und Gerechtig keit gestimmt", so Zaev.

Ganz knapp hinter Zaevs Sozialdemokraten: Hristijan Mickoski mit seiner nationalkonservativen VMRO-DPMNE. Die größte Oppositionspartei kommt auf rund 35 Prozent – und möchte ebenfalls die Regierung bilden.

Beide sind auf Koalitionspartner angewiesen. Die Albaner-Partei DUI dürfte mit 12,5 Prozent und als drittstärkste Kraft Juniorpartner werden.

Seit Zaevs Rücktritt vor sechs Monaten gibt es eine Übergangsregierung. Zaev steht für die Einigung im Namensstreit mit Griechenland. Damit ebnete er den Weg Richtung NATO und EU. Doch die Beitrittsverhandlundlungen verzögerten sich – deshalb sein Rücktritt.

Auch die Nationalisten sind für Gespräche mit der EU, die Namensänderung von Mazedonien in Nordmazedonien leh nten sie aber strikt ab – er bedeute den Verlust ihrer Identität.