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Neuer Anlauf nach 20 Monaten: Serbien-Kosovo-Gespräche in Brüssel

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Neuer Anlauf nach 20 Monaten: Serbien-Kosovo-Gespräche in Brüssel
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Spitzenpolitiker aus Serbien und dem Kosovo haben sich erstmals seit 20 Monaten wieder persönlich zu Gesprächen getroffen. Die Zusammenkunft von Kosovos Regierungschef Avdullah Hoti und dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic fand in Brüssel unter Vermittlung der EU statt.

Dialog lag seit 2018 auf Eis

Details über Inhalte wurden nicht mitgeteilt, nur so viel: man sei zufrieden. "Ich bin froh, dass sich die beiden Führungspersönlichkeiten nach einem zweitägigen ersten Meinungsaustausch darauf verständigt haben, dass die Zusammenarbeit hier in Brüssel auf Expertenebene bereits nächste Woche intensiv weitergehen soll", sagte Miroslav Lajcak, EU-Sonderbeauftrager für den Balkan. "Und das nächste Treffen auf Staatsebene soll Anfang September hier in Brüssel stattfinden.“

Ziel der Gespräche ist es, das Verhältnis zwischen Serbien und dem Kosovo zu klären. Es ist derzeit äußerst spannungsgeladen, weil sich das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo 1999 mit Nato-Hilfe von Serbien abgespalten und 2008 für unabhängig erklärt hatte. Mehr als 100 Länder, darunter Deutschland, erkannten die Unabhängigkeit des Kosovos an. Andere, darunter Serbien, Russland, China und fünf EU-Länder, tun das bis heute nicht.

2011 begonnene, von der EU vermittelte Gespräche zwischen Belgrad und Pristina führten zu einigen Erleichterungen im Alltag wie zu einer gewissen Reisefreiheit zwischen den beiden Balkanländern. Bei größeren Themen wie der Anerkennungsfrage vermochten die Seiten ihre Differenzen bislang nicht zu überbrücken. Seit Ende 2018 lag der Dialog auf Eis.

Vermittlungsversuch der USA gescheitert

Ein Versuch der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, den Gesprächsprozess an der EU vorbei neu zu starten, war zuletzt gescheitert.

Ein Ende Juni geplantes Spitzentreffen im Weißen Haus in Washington platzte, nachdem der Kosovo-Sonderstaatsanwalt in Den Haag den kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci vorläufig angeklagt hatte. Dem ehemaligen Guerilla-Kommandanten legt er schwere Kriegsverbrechen im Unabhängigkeitskampf gegen Serbien zur Last. Thaci und Regierungschef Hoti sagten daraufhin ihre Teilnahme ab.