Eilmeldung
This content is not available in your region

Fifa-Beistand für Chef Infantino: "Nichts Ernstes zu untersuchen"

Fifa-Boss Gianni Infantino (Archivfoto)
Fifa-Boss Gianni Infantino (Archivfoto)   -   Copyright  Gregorio Borgia/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Der Fußball-Weltverband Fifa hält trotz eines laufenden Strafverfahrens an seinem Präsidenten Gianni Infantino fest.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren gegen den Funktionär am vergangenen Donnerstag unter anderem wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch eröffnet.

Im Kern geht es um drei Treffen Infantinos mit dem Leiter der Schweizer Bundesanwaltschaft, Michael Lauber.

Der stellvertretende Fifa-Generalsekretär Alasdair Bell sagte zu der aktuellen Entwicklung: "Auf der Grundlage dessen, was uns gesagt wurde, gibt es nichts Ernstes zu untersuchen. Nichts, was uns mitgeteilt wurde, deutet auf irgendeine Art von Fehlverhalten hin, sei es schwerwiegend oder nicht."

Der Jurist Bell erklärte, die Treffen mit Lauber hätten einem Informationsaustausch gedient, um den Willen der Fifa zur Zusammenarbeit in Strafverfahren vor der Amtszeit Infantinos zu versichern.

Zudem stellte er die Fifa-Ära unter Josef Blatter generell an den Pranger, ohne ins Detail zu gehen: "Seien wir ehrlich, die FIFA hatte eine absolut miserable Geschichte vorzuweisen, bevor Gianni Infantino gewählt wurde. Es war wie eine organisierte Kleptokratie, so wie die Organisation geführt wurde. Wir müssen die Kultur ändern, wir müssen den Justizbehörden zeigen, dass es sich jetzt um eine andere Organisation handelt.''

Bell unterstrich, dass sich Infantino keines Vergehens schuldig gemacht habe. Die Fifa werde alles tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Man habe Freunde und man habe Rivalen, sagte Bell. Und: Ein Sturz Infantinos könne im Interesse mancher Personen sein.