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Rede vor Präsidentenwahl: Lukaschenko will "jedes Ergebnis aktzeptieren"

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Alexander Lukaschenko während seiner Rede an die Nation
Alexander Lukaschenko während seiner Rede an die Nation   -   Copyright  Andrey Pokumeiko/BelTa
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Die mit Spannung erwartete Präsidentenwahl in Weißrussland findet am kommenden Sonntag statt, doch Wähler, die am 9. August verhindert sind, dürfen schon seit diesem Dienstag abstimmen.

Zweifel an einem ordnungsgemäßen Standard der Wahl sind angebracht und haben fast schon Tradition. So hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa bereits seit 1995 keine Wahl in der ehemaligen Sowjetrepublik als fair und gerecht anerkannt. In diesem Jahr entsendet die OSZE keine Beobachter, weil deren Zulassung durch weißrussische Behörden zu spät eintraf.

Die aussichtsreichste Gegenkandidatin von Amtsinhaber Alexander Lukaschenko, Swetlana Tichanowskaja, rief ihre Unterstützer auf, erst am Sonntag wählen zu gehen, um Manipulationen von Stimmzetteln vorzubeugen. Außerdem sollten alle Wählerinnen und Wähler am Sonntag weiße Armbänder tragen, um "von unabhängigen Wahlbeobachtern" besser identifiziert werden zu können.

Rede an die Nation

Gegen Manipulationsvorwürfe verwahrte sich Lukaschenko in einer live vom Staatsfernsehen übertragenen Rede vor mehreren tausend geladenen Gästen im Palast der Republik. Niemand werde hier Stimmen stehlen, sagte der 65-Jährige. Und er werde am Sonntag jedes Ergebnis akzeptieren.

In Bezug auf das Verhältnis zu Russland sagte Lukaschenko: "Weißrussland ist nicht mit jemandem gegen jemand anderen befreundet. Wir sind für eine vielschichtige, beständige und berechenbare Außenpolitik."

"Russland engster Verbündeter"

Im Vorfeld der Wahl ließ Lukaschenko oppositionelle Proteste gewaltsam auflösen und Hunderte Aktivisten festnehmen. In seiner Rede betonte er erneut, dass ausländische Kräfte einen Umsturz herbeiführen wollten. Zudem seien zur Destabiliserung Weißrusslands gezielt russische Söldner entsendet worden. Trotzdem werde Russland immer engster Verbündeter seines Landes bleiben. Der Kreml bestritt die Entsendung von Söldnern.