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Flotte noch stärker reduzieren? Lufthansa fliegt ins Oktober-Loch

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Flotte noch stärker reduzieren? Lufthansa fliegt ins Oktober-Loch
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Der Lufthansa stehen wirtschaftlich schwierigere Zeiten bevor als bislang angenommen. Laut Medienberichten wird der Kranich im laufenden Jahr durch die Pandemie lediglich 25 Prozent des Fluggastaufkommens des Vorjahres erreichen. Das Management war vor wenigen Wochen noch von 60 Prozent ausgegangen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr machte "einen katastrophalen Effekt der Quarantänebestimmungen" verantwortlich. Für Oktober gebe es nur Buchungen für zehn Prozent der angebotenen Sitze.

Möglicherweise wird der Konzern jetzt gezwungen, seine Flotte um mehr als die zunächst geplanten 100 Passagiermaschinen zu reduzieren. Darüber will der Vorstand in der kommenden Woche entscheiden.

Auch British Airways kämpft weiter ums Überleben. Der Lufthansa-Konkurrent erfüllte zuletzt nur 25 bis 30 Prozent seines regulären Flugplans. Man müsse jetzt drastische Maßnahmen in Betracht ziehen, um durch den Winter zu kommen, sagte Geschäftsführer Alex Cruz.

Er machte die Angst der Passagiere vor Flugreisen für zurückgegangene Buchungen verantwortlich. Eine kurzfristige Verbesserung der Lage sei nicht in Sicht, meinte Cruz.

British Airways verhandelt seit Längerem mit Gewerkschaften und einem parlamentarischen Ausschuss über den Abbau von bis zu 13.000 Stellen und Gehaltskürzungen. Debattiert wird unter anderem ein Plan, Teile des Personals zu entlassen und zu schlechteren Vertragsbedingungen wieder einzustellen. Bloomberg berichtet über einen Abbau von insgesamt 10.000 Jobs.