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Polen zeigt "Solidarität mit Belarus": Hilfe für Oppositionelle aus dem Nachbarland

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Polen zeigt "Solidarität mit Belarus": Hilfe für Oppositionelle aus dem Nachbarland
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"Ein neues Belarus errichten"

Schreien für den Wandel: Mit einer lautstarken Aktion vor der EU-Vertretung in Warschau wollte die belarussische Aktivistin Jana Schostak die Opposition in ihrer Heimat unterstützen.

Sie erklärte gegenüber Euronews: "Diese gesamte Situation ist für uns alle eine Gelegenheit, um eine neue Diaspora zu bilden und ein neues Belarus zu errichten. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich nach Grodno, um für Tichanowskaja zu stimmen."

Wie Schostak halten sich immer mehr belarussische Oppositionelle inzwischen in Warschau auf, darunter Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja und Olga Kowalkowa vom Koordinierungsrat, die Belarus unter Zwang verlassen musste.

Sie berichtet: "Sie setzten mich in ein Auto und brachten mich außerhalb des belarussischen Territoriums. Ich rief die polnische Botschaft an und erzählte ihnen von meiner Lage. Da war es halb zwei am Morgen, sie haben dann meine Einreise nach Polen geregelt."

Geld und andere Hilfen für die Opposition

Marcin Przydacz, Vize-Außenminister Polens, sagt, er unterstütze die Opposition in Belarus.

"Die belarussische Nation sollte das Recht haben, für ihre Freiheit zu kämpfen. Wir Europäer schulden diesen Menschen unsere Solidarität. Deshalb haben wir ein spezielles Programm "Solidarität mit Belarus" ins Leben gerufen."

Dieses Programm hilft Oppositionellen mit Geld aus, aber auch mit Bildungschancen und der Möglichkeit, medizinisch behandelt zu werden.

Aleś Zarembiuk leitet die Stiftung "Belarussisches Haus" in Warschau. Er gehört zu denen, die von dem Programm profitieren. "Das "Solidarität mit Belarus"-Programm ist sehr wichtig. Die Menschen, die ihr Leben riskieren, erhalten Gesundheitsversorgung und Freiheit in Polen."