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Vom Traumjob zum Albtraum: Lufthansa schickt 700 Flugschüler heim

Lufthansa-Flugzeug - ARCHIV
Lufthansa-Flugzeug - ARCHIV   -   Copyright  Matthias Schrader/AP
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Am Montag waren bei einem Treffen der Gewerkschaftsvertreter der Vereinigung Cockpit und des Bodenpersonals auf noch härtere Zeiten eingeschworen worden, wie das Handelsblatt berichtet. Am Dienstag sind die Flugschülerinnen und Flugschüler des Lufthansa Aviation Training (LAT) in Bremen per Videoschalte darüber informiert worden, dass die Airline über Jahre keine jungen Pilotinnen und Piloten benötige.

Das Programm der Luftfahrtgesellschaft für die kommenden Monate war auch wegen der Reisewarnungen der deutschen Regierung zusammengestrichen worden. Etwa 1.100 Jobs von Lufthansa-Piloten gelten als gefährdet.

Vor einigen Wochen hatte Lufthansa angekündigt, dass zur Reduzierung der Flotte auch gehört, dass der Betrieb der A380 kompett eingestellt wird.

Einem Bericht von AeroTelegraph zufolge können etwa 150 FlugschülerInnen, die bereits eineinhalb von zweieinhalb Jahren ihrer Ausbildung absolviert haben, diese ab Januar 2021 beenden. Die Süddeutsche Zeitung geht davon aus, dass die Flugschule in Bremen für diejenigen, die darauf bestehen, extra wieder geöffnet wird. Die Kurse an der European Flight Academy waren bereits im Frühjahr wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie gestoppt worden.

Offenbar müssen die FlugschülerInnen die Ausbildungskosten von 60.000 bis 80.000 Euro an Lufthansa zurückzahlen.

Kritik kam laut FAZ von der Pilotenvereinigung Cockpit. Deren Sprecher sagte: "Wir wollen keine verlorene Generation." Er forderte Lufthansa auf, die Ausbildung der FlugschülerInnen zu beenden.