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"Wie in Nordkorea" - Die Kommunikation zu Covid-19-Patient Trump

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"Wie in Nordkorea" - Die Kommunikation zu Covid-19-Patient Trump
Copyright  Tia Dufour/AP
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US-Präsident Donald Trump wollte das Walter-Reed-Miliärkrankenhaus an diesem Montag um 18.30 Uhr Ortszeit verlassen. Das hat der Covid-19-Patient auf Twitter mitgeteilt, noch bevor seine Ärzte die Entlassung aus der Klinik bestätigt haben. Als genesen bezeichneten die Mediziner den Präsidenten nicht.

Schon zuvor hatte der US-Präsident zahlreiche Tweets veröffentlicht, in denen er vor allem die Wählerinnen und Wâhler dazu aufforderte, ihre Stimme für ihn abzugeben. Dann erklärte Trump, er fühle sich besser als vor 20 Jahren!

Die Kommunikation um Trumps Covid-19-Erkrankung wirft viele Fragen auf.

ORF-Moderator Armin Wolf fühlt sich an Nordkorea erinnert.

So sieht es auch die Journalistin Hatice Akyün.

Trumps ehemaliger Kommunikationsdirektor bezeichnet den US-Präsidenten als "Chef-Covidioten", vor dem man sich fürchte.

Die "Daily Show" hat sich einen Enlassungsbrief von "Trumps Mama" ausgedacht.

Kritik hatte Donald Trump zuvor dadurch ausgelöst, dass er schon am Vortag eine Spazierfahrt um das Krankenhaus herum gemacht hatte, um seinen dort ausharrenden Fans zuzuwinken. Ärzte meinten, der mit Coronavirus infizierte Präsident habe so noch mehr Menschen dem Risiko ausgesetzt, sie zu infizieren.

Die Kritik verortet Trump selbst allein in den Medien. Auf Twitter schreibt er, die Medien hätten ihn auch kritisiert, wenn er seinen Fans nicht gedankt hätte, wäre er auch kritisiert worden.

Im Umfeld von Donald Trump haben sich mindestens neun weitere Personen angesteckt - zuletzt wurde auch die Infektion seiner Pressesprecherin bekannt. Die 32-Jährige schrieb auf Twitter, sie habe keine Symptome.

Jacquelyn Martin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Kayleigh McEnanyJacquelyn Martin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Kayleigh McEnany hatte zuletzt am 4. Oktober in Washington mit Journalisten gesprochen.