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Berg-Karabach: Kämpfe treiben Tausende Menschen in die Flucht

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Frau und Kinder in Notunterkunft in Stepanakert
Frau und Kinder in Notunterkunft in Stepanakert   -   Copyright  Karen Mirzoyan/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Notunterkunft in Armenien

Die Kämpfe um Berg-Karabach haben Hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Im armenischen Proshyan hat die Familie von Hermine Badalyan eine Notunterkunft bezogen. Ihre Gedanken sind nach wie vor bei ihrem Zuhause in Berg-Karabach.

Hermine Badalyan sagt: "Wir denken an unsere Männer, die jetzt unsere Grenzen sichern. Wir wollen, dass sich diese Situation ändert, damit wir nach Hause können. Es gibt so hohe Verluste."

Ein paar Meter weiter sind Gyulush Avanisyan und ihre Schwester Asya untergekommen. Sie stammen aus Martuni, vergangene Woche flohen sie vor den heftigen Kämpfen. Es ist bereits ihr dritter Krieg. Im ersten kamen Gyulushs Ehemann, ihr Schwager und ihre Mutter ums Leben.

"Wir wollen in Frieden leben"

Gyulush Avanisyan: "Die Häuser sorgen mich nicht, die bauen wir wieder auf. Wir wollen nur, dass unsere Männer wieder nach Hause kommen. Wir wollen in Frieden leben. Alles andere ist unwichtig. Wir haben viel gesehen in den vergangenen 30 Jahren. Wir haben uns an alles möglich gewöhnt, wir werden überleben. Aber hört mit dem Krieg auf."

Überall in Armenien haben Menschen ihre Türen für Schutzsuchende geöffnet. Vom Obdach bis zur Kleidung und Essen wird vieles angeboten und gespendet. Eine landesweite, freiwillige Leistung.

Und eine, die wohl noch weitergeht. Denn wenn die Kämpfe andauern, wird vielen nichts anderes übrigbleiben, als ihre Heimat zu verlassen.