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20.000 Neuinfektionen in 24 Std in Frankreich, Notstand in Madrid

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Krankenhaus in Marseille
Krankenhaus in Marseille   -   Copyright  Christophe Simon/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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An diesem Freitag hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden in Frankreich mit 20.339 einen neuen Höchststand erreicht. Von den Personen, die sich testen lassen, sind derzeit 10,4 Prozent positiv, d.h. mit dem Virus infiziert. Zwischen Donnerstag und Freitag sind 62 weitere Covid-19-Patienten verstorben.

Diskutiert wird landesweit über die Lage in den Krankenhäusern, denn die Zahl der Intensivbetten ist seit dem Frühjahr, als das Gesundheitssystem komplett überfordert war und Covdi-19-Patienten ins Ausland transportiert werden mussten, nicht erhöht. Zudem gibt es nicht genug Pflegekräfte.

Unmut der von Schließungen betroffenen Branchen in Frankreich

In Frankreich gilt ab diesem Samstag in vier weiteren Städten eine erhöhte Alarmstufe. Gegen die Schließungen haben Betreiber von Bars und anderen Einrichtungen wie Fitnesscentern in Lyon protestiert.

Der Betreiber eines Fitnesscenters klagt: "Die Leute wollen sich nicht mehr einschreiben, sie treten aus. Aber wir brauchen ihre Solidarität. Wir gehen drauf."

Und eine weitere Demonstrantin meint: "Wir hören von der zweiten Welle, das Virus ist da, aber es gibt auch wirtschaftlich und psychologisch eine zweite Welle, die viele hart trifft. Es wird Tote geben, all diese Einschränkungen halten uns davon ab zu überleben."

Notstand in Madrid vor dem langen Wochenende

Strenge Polizeikontrollen und lange Autoschlangen in Madrid vor dem verlängerten Wochenende in Spanien. Viele wollen über den Nationalfeiertag weg aus der Hauptstadt. An diesem Freitag wurden im ganzen Land wieder mehr als 12.000 Neuinfektionen gemeldet und mehr als 240 Tote in den vergangenen 24 Stunden. Die Zentralregierung hat den Notstand über die Hauptstadtregion verhängt und damit eine Ausgangssperre über weite Teile Madrids erlassen

Gesundheitsminister Salvador Illa erklärt: "Die Regionalregierung hat entschieden, nichts zu tun. Allein in Madrid sind in der vergangenen Woche 63 Menschen gestorben. 3.361 Patienten werden in der Hauptstadtregion in Krankenhäusern behandelt, 498 kämpfen auf Intensivstationen um ihre Leben. Wir können Däumchen drehen und nichts tun oder wir können das Virus stoppen."

Laurent Cipriani/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Gebeutelte Gastronomie in LyonLaurent Cipriani/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Sorge um Lage in deutschen Metropolen

Wegen der steigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen in deutschen Großstädten hat Angela Merkel mit elf Bürgermeistern weitere Einschränkungen vereinbart, wenn sich die Lage in den Metropolen nicht verbessert. Ihr Ziel bleibe es aber, einen Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern.

Hohe Infektionsrate in Tschechien

In Tschechien liegt die Infektionsrate jetzt über der in Spanien und Frankreich. Die Regierung in Prag hat die Menschen aufgefordert, möglichst zu Hause zu bleiben.

Schwimmbäder und Zoos mussten bereits ihre Tore schließen. Ein zweiter landesweiter Lockdown wird nicht ausgeschlossen.