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Bergkarabach: Waffenstillstand zwischen Armenien und Aserbaidschan

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Zerstörtes Haus in Stepanakert, für Aserbaidschan Xankəndi.
Zerstörtes Haus in Stepanakert, für Aserbaidschan Xankəndi.   -   Copyright  Associated Press
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Armenien und Aserbaidschan haben sich im Konflikt um Bergkarabach auf einen Waffenstillstand geeinigt.

Man vereinbarte, dass dieser an diesem Sonntag um 0 Uhr Ortszeit in Kraft tritt. Das gaben die Außenministerien der beiden Länder bekannt. Der Vereinbarung waren Telefongespräche des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit seinen Amtskollegen Armeniens und Aserbaidschans vorausgegangen.

Bereits am 10. Oktober hatten sich die Konfliktparteien nach Vermittlung von Russland auf eine Waffenruhe geeinigt. Diese war allerdings gebrochen worden, beide Länder warfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Vereinbarung vor.

Zuletzt Aserbaidschan der armenischen Seite vorgeworfen, die Stadt Ganja mit Raketen angegriffen zu haben. Dabei seien mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen und 50 verletzt worden. Armenien hatte den Vorwurf zurückgewiesen und Aserbaidschan bezichtigt, den Angriff selbst durchgeführt zu haben, um diesen anschließend zu Propagandazwecken zu nutzen.

Beide Seiten haben sich seit dem Ausbruch der Kämpfe Ende September wiederholt gegenseitig die Verantwortung für die Feindseligkeiten zugeschoben.

Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe starben laut armenischem Verteidigungsministerium mehr als 600 Soldaten. Aserbaidschan machte bislang keine Angaben zu Verlusten bei seinen Streitkräften, beklagte aber mehr als 50 tote Zivilisten.

Der Streit um Bergkarabach dauert seit Jahrzehnten an. In dem Gebiet leben rund 145 000 Menschen.