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Ersin Tatar: Erdoğans Mann in Nordzypern wird Präsident

Ersin Tatar: Erdoğans Mann in Nordzypern wird Präsident
Copyright Nedim Enginsoy/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Von Euronews, dpa
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Nach vorläufigem Endergebnis kommt Ersin Tatar von der konservativen Nationalen Einheitspartei auf 51,7 Prozent der Stimmen und schlägt damit Amtsinhaber Mustafa Akinci, für den rund 48,3 Prozent der Wahlberechtigten stimmten.

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Der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan unterstützte Ersin Tatar hat die Präsidentschaftswahl in der international nicht anerkannten Republik Nordzypern gewonnen. Laut vorläufigem Endergebnis entfielen auf den bisherigen Ministerpräsidenten 51,7 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Mustafa Akinci kam auf 48,3 Prozent.

Bei der ersten Wahlrunde am 11. Oktober hatte Tatar ebenfalls vor Akinci gelegen. Tatar befürwortet eine Zweistaatenlösung für die Mittelmeerinsel, die seit 1974 geteilt ist. Die griechischsprachige Republik Zypern ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Die Bemühungen unter Leitung der Vereinten Nationen, eine Wiedervereinigung zu erreichen, blieben bislang stets ohne Erfolg. Zuletzt scheiterten 2017 Gespräche. Der bisherige Präsident Nordzyperns Mustafa Akinci ist ein Verfechter der Zusammenführung mit dem Süden.

Die Wahl in der international nicht anerkannten Republik Nordzypern wurde inmitten eines Streits zwischen der Türkei mit Griechenland und der Republik Zypern um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer abgehalten.

Für zusätzliche Spannungen hatte die Entscheidung Tatars gesorgt, kurz vor der Abstimmung einen Küstenstreifen in Varosha-Famagusta nach mehr als 40 Jahren zu öffnen. Als 1974 die türkische Armee nach einem griechischen Putsch in Nordzypern einmarschierte, flüchteten rund 40 000 Bewohner des griechisch-zyprischen Stadtteils Varosha in Famagusta aus ihren Häusern. Seitdem gleicht das ehemalige Urlaubsparadies einer Geisterstadt. Das Viertel ist unter türkischer Kontrolle, aber nicht besiedelt.

Bei der Suche nach einer Lösung der Zypernfrage galt eine Rückgabe des Stadtteils an ihre früheren griechisch-zyprischen Bewohner eigentlich als mögliche Maßnahme zur Förderung des Vertrauens zwischen den beiden Volksgruppen. Die Republik Zypern gehört seit 2004 zur Europäischen Union. Die jüngsten Verhandlungen zur Überwindung der Teilung waren 2017 gescheitert.

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