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Materialschlacht gegen Covid: Slowakei testet 3,6 Millionen Menschen in zwei Tagen

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Materialschlacht gegen Covid: Slowakei testet 3,6 Millionen Menschen in zwei Tagen
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Die Slowakei hat zwei Drittel ihrer 5,5 Millionen Einwohner in nur zwei Tagen auf das Coronavirus getestet - 3.6 Millionen Menschen. Der konservative Regierungschef Igor Matovic wertete es als Erfolg, dass mehr Menschen als erwartet zu den Schnelltests gekommen seien. Mehr als 38 000 positiv Getestete - 1,06 Prozent der Teilnehmer - , die nun in Quarantäne gehen müssten, hätten sonst unentdeckt die Infektion weiterverbreiten können.

Mehr als 40.000 Mediziner, Militärs, Verwaltungsleute und Freiwillige – auch aus Österreich und Ungarn - verteilten sich am Wochenende auf 5.000 Teststellen. Das Schema verwendete Antigen-Tupfertests, die Ergebnisse in 15 bis 30 Minuten liefern, jedoch weniger genau sind als Standard-PCR-Tests. Kleine Kinder unter zehn Jahren waren ausgenommen von den im Prinzip freiwilligen Tests - wer aber keinen negativen Test vorweisen kann, ist seit Montag von einer strikten Ausgangssperre betroffen und darf auch nicht zur Arbeit gehen.

"Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle"
Igor Matovic
Ministerpräsident Slowakei

WIDERSTAND GEGEN ZWEITE RUNDE

Unter Experten und Lokalverwaltungen wächst inzwischen der Widerstand gegen eine für das nächste Wochenende geplante zweite Testrunde. Schon vor Beginn der Testaktion hatte die Ärztekammer die vom Verteidigungsministerium geleitete Aktion als Verschwendung ohnehin knapper Ressourcen kritisiert.

Matovic hatte die Idee erst vor zwei Wochen nach der Rückkehr von einem EU-Gipfel in Brüssel als Alternative zu einem harten Lockdown vorgestellt und durchgesetzt. Er warnte aber davor, jetzt nachlässig zu werden: "Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle."

su mit dpa