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"Schreien Kinder, denke ich, sie werden umgebracht"

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Von Euronews
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Catherine Bertrand hat den Terrorangriff auf das Bataclan in Paris überlebt, 90 Menschen wurden regelrecht hingerichtet. Wie lebt man mit einem solchen Trauma?

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Chronik einer Überlebenden: Catherine Bertrand zeichnete sich ihr Trauma von der Seele. Dank diesem Comic hat sie es geschafft, zu einer gewissen Normalität zurückzufinden.

Vor fünf Jahren, am 13. November 2015, war sie unter den Opfern im Pariser Bataclan, als ein Kommando des Islamischen Staates den Konzertsaal stürmte. Es war ein Blutbad. Die Angreifer töteten 90 Menschen.

Ich suchte nach einem Weg mich auszudrücken. Um zu zeigen, was in meinem Kopf passiert. Um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Das habe ich zu Papier gebracht. Als ich dann die Szenen zeichnete, die ich im Alltag durchlebe - mit meinen Kollegen auf der Straße oder in der Metro - habe ich kein Detail ausgelassen. (...)
Postraumatischer Stress macht sich in vieler Weise bemerkbar. Vor allem bei Lärm, wenn zum Beispiel Türen geknallt werden, oder bei allem, was ganz plötzlich passiert: Dinge, die hinfallen. Gläser, die zersplittern. Kinder, die draußen schreien, weil sie Spaß haben... Wenn ich Krach auf dem Pausenhof höre, wenn dort Kinder schreien, denke ich, sie würden umgebracht."
Catherine Bertrand
Bataclan-Überlebende

Catherine Bertrand hatte Glück. Doch selbst fünf Jahre später leidet sie unter posttraumatischen Stress. Ihr Comic kam zwei Jahre nach dem Attentat heraus.

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