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Wegen Corona: EasyJet muss Milliardenverluste hinnehmen

Passagiere steigen am Berliner Flughafen Tegel ins Flugzeug
Passagiere steigen am Berliner Flughafen Tegel ins Flugzeug   -   Copyright  Jens Kalaene/dpa via AP
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Die britische Billig-Airline EasyJet hat erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte herbe Verluste "eingeflogen" - insgesamt waren es 1,27 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 1,4 Mrd. Euro im laufenden Jahr. Schuld daran ist die Corona-Pandemie, die den Einbruch des Flugverkehrs mit sich brachte.

Mit einem 50%igen Rückgang der Passagierzahlen für das am 30. September 2020 endende Geschäftsjahr meldete EasyJet für 2020 einen Rückgang der Einnahmen um 52,9%. Im Vorjahreszeitraum hatte der Billigflieger 430 Mio. Pfund Gewinn (480 Mio. Euro) gemacht.

Während der Corona-Krise blieben die meisten Flugzeuge am Boden - bei Easyjet haben sich in diesem Jahr die Passagierzahlen halbiert, lediglich 48,1 Mio Menschen hoben mit der Airline ab. Die größte Billigfluggesellschaft Großbritanniens betrieb auf vielen Flugstrecken einen Notdienst.

In normalen Geschäftsjahren erwirtschaftete das Unternehmen die meisten seiner Gewinne in den Sommermonaten von Juni bis September, doch in diesem Jahr blieben Touristen aus - hinzu kamen Quarantäne-Maßnahmen nach der Einreise, besonders bei beliebten Urlaubszielen wie Spanien, Frankreich und Kroatien.

Als die zweite Corona-Welle langsam an Fahrt aufnahm, bewegten sich die Passagierzahlen noch immer auf sehr niedrigem Niveau, wobei die Billigfluggesellschaft nach eigenen Angaben für die nächsten Monate mit einem Flugaufkommen von etwa 20 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität rechnet.

EasyJet gibt sich jedoch hoffnungsfroh: seit der Erklärung des US-Pharmaunternehmens Pfizer, dass sein Corona-Impfstoff vielversprechende Erfolge zeigte, hat das Unternehmen 50 Prozent mehr Buchungen verzeichnet.