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"Corona ist das Gegenteil von Kino": Filmdreh unter erschwerten Bedingungen

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"Corona ist das Gegenteil von Kino": Filmdreh unter erschwerten Bedingungen
Copyright  Frédéric Ponsard - Euronews
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Maske tragen, Abstand halten, nicht gerade günstige Bedingungen für einen Filmdreh und trotzdem wird weiter produziert. Im französischen Lyon dreht die französisch-italienische Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi den Film "La Fracture" über die Gelbwesten-Bewegung, die vor zwei Jahren in Frankreich für große Sozialproteste sorgte.

"Das ist sehr wichtig", so Bruni-Tedeschi. "So kann man weiter arbeiten und dem Trübsal, der Depression entkommen. Deswegen sind wir froh zu arbeiten, das ist wie ein kleiner Bienenstock, der weiter macht, Honig produziert, wie wir hoffen. Aber die Stimmung ist schon gedrückter. Das ist eine wirklich schwierige Zeit."

Gedreht wird in der Radiologie eines Krankenhauses. Regisseurin Catherine Corsini, unter anderem bekannt für den Film "Die Affäre", arbeitet mit ihrem vertrauten Team zusammen, trotzdem ist die Arbeit schwieriger als sonst. Corsini: "Es gibt viel Anspannung, viel Angst und Stress. Man fragt sich, sind die Leute getestet, ist wirklich niemand inifziert? Corona ist wirklich das Gegenteil von Kino, gegen alles, was ich mag: sich umarmen, miteinander reden, dass die Schauspieler mein Gesicht sehen, meine Gesichtsausdrücke. Ich trage die ganze Zeit eine Maske, das ist ein Hindernis, aber wir haben uns daran gewöhnt. Wir sagen uns, wir werden am Ende stärker sein und es schaffen, einen Film zu machen."

Gedreht wird nicht nur in Lyon, sondern auch in Paris. In der Hoffnung, dass bald wieder Festivals stattfinden können und die Kinos geöffnet werden.